Miba erweitert mit Zukauf in den USA Geschäftsfeld

Laakirchner Unternehmensgruppe will Gleitlager-Sparte ausbauen - 35 Mio. Dollar für vier Werke in den Staaten und Deutschland

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Die Gleitlager-Sparte bei der Miba wird erweitert. Künftig wird auch für den Maschinen- und Anlagenbau produziert.
Die Gleitlager-Sparte bei der Miba wird erweitert. Künftig wird auch für den Maschinen- und Anlagenbau produziert. © APA/Gindl

Von Christoph Steiner

Als Anbieter von Motorengleitlagern gehört die Laakirchner Miba Gruppe bereits zu den Weltmarktführern, mit einem millionenschweren Zukauf erweitert das Unternehmen nun sein Geschäftsfeld. Der geplante Zukauf der Industrie-Leitlager-Sparte der John Crane Group soll das strategische Wachstum weiter voran treiben, bestätigte gestern Unternehmenssprecher Wolfgang Chmelir VOLKSBLATT-Recherchen.

35 Mio. Dollar (28 Mio. Euro) ist der Deal laut offizieller Auskunft von John Crane schwer, mit dem geplanten Zukauf wechseln drei Produktionsstandorte in den USA sowie ein Werk in Deutschland unter das Dach der Miba.

Der Umsatz der Lager-Sparte bei John Crane lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 56 Mio. Dollar – rund 45 Mio. Euro.

Abschluss Ende März

Produzierte die Miba bisher Motorengleitlager für Lkw, Busse, Schiffe und Flugzeuge, wird das Portfolio im Gleitlager-Bereich mit dem Zukauf deutlich ausgeweitet. In den vier neuen Werken werden Teile für den Maschinen- und Anlagenbau produziert. Die erzeugten Gleitlager werden überwiegend in Turbinen, Kompressoren oder Industriepumpen eingesetzt. Der Abschluss des Geschäfts ist für Ende März geplant. Gestern wurde der Kauf bei den Wettbewerbsbehörden in Wien und Bonn angemeldet.

Eine Milliarde Umsatz

Die Akquisition sei die logische Ergänzung des bisherigen Produktangebots und die Grundlage für weiteres Wachstum, betont das Unternehmen. Damit rückt auch das erklärte Ziel der Miba, den Umsatz bis 2020 auf eine Milliarde Euro zu steigern, noch ein Stück näher. Im Geschäftsjahr 2016/17 lag der Umsatz bei 752 Mio. Euro. Dass mit dem Zukauf bei der amerikanischen John-Crane-Gruppe die Miba-Einkaufstour abgeschlossen ist, ist keinesfalls sicher. Man schaue sich immer am Markt um, erklärt Unternehmenssprecher Chmelir. Weltweit beschäftigt die Miba Gruppe derzeit rund 6900 Mitarbeiter.