Miba hofft auf Minister-Erlaubnis

Deutsches Regierungsmitglied soll Joint Venture in Laakirchen ermöglichen

Hofft auf Erlaubnis für Joint Venture: Miba-Geschäftsführer F. Peter Mitterbauer
Hofft auf Erlaubnis für Joint Venture: Miba-Geschäftsführer F. Peter Mitterbauer © Miba

Von Christoph Steiner

Weil ihnen das deutsche Bundeskartellamt die Gründung eines Joint Ventures untersagt hat, haben sich die Miba mit Sitz in Laakirchen und die deutsche Zollern Gruppe an das deutsche Wirtschaftsministerium gewandt. Die von Minister Peter Altmaier geleitete Behörde soll das Projekt, das die heimische Bundeswettbewerbsbehörde bereits erlaubt hat, nachträglich per Sondererlass genehmigen.

Der Plan der beiden Firmen sieht die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit Fokus auf den Forschungs- und Entwicklungsbereich für Gleitlager mit Sitz im oberösterreichischen Laakirchen vor. Man wolle damit einen Technologieführer mit Hauptsitz in Europa gründen und damit vor allem dem starken und aggressiven Wettbewerbsdruck aus Asien im Bereich des Schiffsmotorenbaus begegnen, heißt es in einer Stellungnahme der Miba gegenüber dem VOLKSBLATT. Mit dem neuen Unternehmen, das rund 1800 Mitarbeiter beschäftigen und 300 Mio. Euro Umsatz erzielen soll, solle dank der Innovationsführerschaft der beiden beteiligten Firmen die globale Marktposition abgesichert werden, wird betont.

Vier Monate hat das deutsche Wirtschaftsministerium Zeit, mit der im Einzelfall möglichen Erlaubnis das Vorhaben doch noch zu genehmigen.

Man würde mit dem Joint Venture europäische Wertschöpfung und damit auch langfristig Arbeitsplätze in Europa absichern, betont man bei der Miba.

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