„Mich mit jedem Lauf verbessern“

Ski-Weltcup: Technik-Spezialist Manuel Feller vor Auftakt im VOLKSBLATT-Interview

Manuel Feller führt sich topfit und will diese Saison richtig angasen.
Manuel Feller führt sich topfit und will diese Saison richtig angasen. © APA/Gindl

Manuel Feller ist nach dem Rücktritt von Marcel Hirscher und der Absage von Marco Schwarz Österreichs wohl größter Hoffnungsträger für den Auftakt des Ski-Weltcups in Sölden, der für die Herren am Sonntag mit einem Riesentorlauf erfolgt.

Der 27-Jährige hat bisher vier Podestplätze zu Buche stehen, letztes Jahr beendete er den Gesamtweltcup auf Rang zehn, im Slalom war er Achter.

Wie laufen die Vorbereitungen?

MANUEL FELLER: Mir geht’s gut, ich fühle mich fit und gesund — das ist einmal das wichtigste. Und wir haben einen sehr guten Sommer gehabt, wir sind zum ersten Mal nicht nach Übersee gereist, sondern in Europa geblieben, sprich Österreich und Schweiz, und ich war überrascht, welch gute Bedingungen wir vorgefunden haben.“

Welche Ziele haben Sie sich für den Winter 2019/20 gesetzt?

Ergebnisorientiert in eine Saison oder ein Rennen zu starten ist nicht meine Herangehensweise. Mein Ziel ist es, immer einen Schritt nach vorne zu machen, mich mit jedem Rennen und jedem Lauf zu verbessern und am Ende der Saison besser dazustehen, als nach der letzten.

„Mit Hirscher fehlt ein Stück des Sports“

Sind Sie nach dem Abgang Hirschers ein Teamleader?

Andere haben schon mehr erreicht als ich. Ich glaube, wir sind in den letzten Jahren gemeinsam stärker geworden, haben uns gegenseitig gepusht und das wird auch in den nächsten Jahren so sein. Ich sehe mich nicht als Leaderperson.

Was ändert sich durch den Rücktritt Hirschers?

Mit dem Marcel fehlt natürlich ein Stück des Sports, für uns ändert sich aber vom Starthaus bis zur Ziellinie gar nichts, wir müssen uns auf das konzentrieren, was wir können und versuchen, Gas zu geben. Mehr können wir eh nicht machen.

Den Heimrennen gilt ein besonderer Fokus

In einer Saison ohne WM oder Olympia, was sich da die Highlights, worauf arbeiten man hin?

Natürlich sind die Heimrennen immer etwas ganz Besonderes, ich habe noch keine Podiumsplatzierung in Österreich und würde das natürlich gerne ändern.

Von den Disziplinen, gibt es da einen Fokus auf Slalom oder Riesentorlauf?

Das haben wir in den letzten Jahren immer gleich gehandelt, nämlich 50:50. Derzeit steht mit Blickrichtung Sölden natürlich der RTL ein wenig im Vordergrund, aber im Allgemeinen sind beide Disziplinen meine Hauptdisziplinen.

Ihre Meinung zur neuen Form der Kombination mit der nicht mehr gestürzten Startreihenfolge im Slalom?

Das könnte das ganze definitiv interessanter machen, wobei es mich in dieser Saison wahrscheinlich noch nicht betrifft.

Die Kombination ist also noch kein Thema?

Momentan ist nichts geplant, ich müsste dazu ja auch vorher Speedrennen fahren, damit ich in der Abfahrt überhaupt starten darf.

„Ich fühle mich fitter als je zuvor“

Aber auf Sicht ist die Kombi ein Thema?

Definitiv, aber die letzten Jahre hatte ich immer ein bisschen Probleme mit dem Rücken und es war so schon schwierig, alles unter einen Hut zu bekommen und die Hauptdisziplinen nicht zu vernachlässigen. Und bei dem Programm, das wir teilweise fahren, wüsste ich auch nicht, wo ich Platz hätte.

Mit dem Rücken ist alles okay?

Passt perfekt, ich fühle mich fitter als je zuvor. Natürlich ist das Thema Rücken ein ständiger Begleiter, aber solange ich mich mit meinem Körper nach dem Skifahren kümmere und beschäftige, habe ich das sehr gut im Griff.

Mit Ski-Ass MANUEL FELLER sprach vor dem Weltcup-Start R. Korntner

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