Michael Buble: Love (Warner)

Mit der Liebe ist es so eine Sache, gibt Michael Buble zu. „Es ist ganz offensichtlich, dass es ein kompliziertes Gefühl ist, ein kompliziertes Wort“, betonte er kürzlich in einem Interview. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass der Titel seines neuen Albums nur ein Herzchen-Symbol ist — ausgesprochen werden soll es aber „Love“. Darauf enthalten: Jazz-Standards und eigene Songs. Buble beleuchtet darauf ganz unterschiedliche Aspekte der „vielleicht schönsten und beängstigendsten Macht auf dem Planeten“. Er muss es ja wissen: Das Hauptthema auf seinen bisherigen Alben war immer die Liebe. Da ist zum Beispiel „Where Or When“: 1937 entstanden die mittlerweile klassischen Liedzeilen, die nichts von ihrer Aktualität verloren zu haben scheinen. In „Such A Night“ besingt Buble „die heißeste Nacht“ des ganzen Lebens, von der man weiß, dass man sie nie vergessen wird. Bemerkenswert ist, dass sich die neuen Songs nahtlos einfügen in die Reihe der Jazz-Standards: etwa „Love You Anymore“, bei dem Gitarre und Bass die Soundkulisse dafür bilden, dass der Sänger die ganze Breite seiner Schmeichelstimme präsentieren kann. Der emotionale Höhepunkt ist aber „Forever Now“, in dem es darum geht, Papa zu sein. Auch das neue Werk wird bestimmt gut bei den Fans ankommen, besonders in der Vorweihnachtszeit — da braucht doch jeder etwas „Love“.