Micro-Computer soll Kinder digital fit machen

Einsatz von Computer-Platinen in 42 oö. Schulen – Praxisnähe stärkt Programmierverständnis

V. l.: Heidrun Strohmeyer (Bildungsministerium), BDir. Klampfer, LH-Stv. Haberlander , IV-OÖ-GF Haindl-Grutsch
V. l.: Heidrun Strohmeyer (Bildungsministerium), BDir. Klampfer, LH-Stv. Haberlander , IV-OÖ-GF Haindl-Grutsch © Land OÖ/Ehrengruber

Ohne digitale Kenntnisse wird in der künftigen Arbeitswelt nicht mehr viel zu holen sein. Um die Kinder noch besser auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, setzt das Land OÖ neue Akzente: Bereits in den Neuen Mittelschulen und in der AHS-Unterstufe sollen Grundverständnisse des Programmierens durch ein neues Projekt gefördert werden.

Die Initiative steht unter dem Motto „Denken, Lernen, Probleme lösen“und soll auf Basis einer scheckkartengroßen Computer-Platine Wissen vermitteln. Die Platine ist ein vollwertiger Computer und verfügt über USB-Schnittstelle, Bluetooth, Wlan und acht Sensoren. Dazu gibt es ein Begleitheft mit Beispielen, wie man die Platine im Unterricht einsetzt, etwa indem man ferngesteuerte Roboter-Autos mit Einsatz des Chips baut.

Oberösterreich ist bei der Einführung des Modells federführend. Auch dank finanzieller Unterstützung durch die Industriellenvereinigung werden 42 Schulen am Pilotprojekt teilnehmen, 80 Lehrer haben sich für eine Extraschulung gemeldet – 130 Klassen sollen so digital fit gemacht werden.

„Wir wollen den Forschergeist und die Neugierde der Kinder in der Schule fordern und fördern“, betonte Bildungslandesrätin Christine Haberlander gestern bei der Präsentation der Initiative. Durch den Einsatz der Platine soll künftig ein Bogen von Coding über elementare Mechatronik bis zum Einsatz von 3D-Druckern zur Realisierung von zuvor gezeichneten Objekten gespannt werden, betonte Bildugsdirektor Alfred Klampfer. Dies sei ein weiterer Schritt, die vorhandene Lücke bei MINT- und IT-Ausbildungsplätzen zu schließen, so IV-OÖ-Geschäftsführer Joachim Haindl-Grutsch. cs