Mike Leiter: „War monumentale Aufgabe“

Mike Leiter hat großen Anteil am ersten MotoGP-Erfolg von KTM — Finale in Portimao

Mike Leitner
Mike Leitner © KTM Polarity Foto

Der rasante Aufstieg von KTM vom Einsteiger innerhalb von etwas mehr als drei Jahren zum Siegerteam in der MotoGP hat logischerweise viele Väter. Einer heißt aber mit Sicherheit Mike Leitner. „Heute war ein fantastischer Tag. In den letzten drei Jahren hatten wir viele Hochs und Tiefs, haben nun aber endlich die Ernte eingefahren., strahlte der KTM-Rennmanager am Sonntag nach dem Triumph von Brad Binder in Brünn. An dem Leitner selbst großen Anteil hat. „Wir starteten dieses Projekt im Jahr 2017 mit einem kleinen Team und haben bei KTM die gesamte Infrastruktur aufgebaut“, erinnert sich der 57-Jährige zurück.

Er wurde von KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer nach nur sechs Monaten Auszeit zu einer Rückkehr in die WM-Szene bewegt, aus der sich Leitner Ende 2014 eigentlich zurückgezogen hatte. Nach über 25 Jahren, zunächst als Fahrer in der 125-ccm-Klasse (Gesamt-Zehnter 1987), dann als Chefmechaniker und Fahrwerkstechniker für Piloten wie Ralf Waldmann, Fonsi Nieto, Toni Elias, Garry McCoy, John Hopkins und zuletzt Dani Pedrosa. Letzteren „schraubte“ Leitner zu zwei WM-Titeln (250 ccm) und drei Vizeweltmeisterschaften (MotoGP), allesamt auf Honda.

Bei KTM lernte der gebürtige Bad Ischler freilich eine „komplett andere Arbeitsweise“ kennen: „Die Herangehensweise zu erleben, hat mich aufgeweckt und dann dauerte es nicht mehr lang und ich steckte wieder mittendrin“, so Leitner. Binnen weniger Monate wurde aus dem Berater der Rennmanager. Der aber weiß, dass auch er nur ein, wenn auch wichtiges, Rädchen im Getriebe ist. „Wir hatten eine monumentale Aufgabe vor uns, aber die Leute in unserem Unternehmen haben die richtige Mentalität“, betont Leitner: „Mit dem Sieg haben wir all jene belohnt, die an diesem Projekt beteiligt waren.“

P.S.: Als WM-Finale neu in den Kalender rutschte Portimao (POR/22. November).

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