Ziegler/Kiefer bei Eiskunstlauf-Heim-EM in Graz Sechste

Die österreichischen Paarläufer Miriam Ziegler/Severin Kiefer haben am Freitagabend bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Graz-Premstätten mit 177,41 Punkten Rang sechs belegt. Die Sechsten des Kurzprogramms verpassten es mit einer nicht optimal gelungenen, mit zwei Stürzen versehenen Kür, sich im Klassement weiter vor zu arbeiten. Rang sechs ist aber ihr bisher bestes EM-Ergebnis.

Die Medaillen gingen an die drei russischen Duos. Gold holten die 18-jährige Alexandra Bojkowa und der 20-jährige Dimitrij Koslowskij mit 234,58 Zählern. Sie hatten 2019 Bronze gewonnen, nun ihre Führung aus dem Kurzprogramm souverän verteidigt. Auf den Plätzen landeten Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morosow (208,64) und Darja Pawljutschenko/Denis Kodykin (206,53).

Zuvor hatte sich die 16-jährige Olga Mikutina bei ihrem EM-Debüt für die Kür qualifiziert. Die Lokalmatadorin belegte im Kurzprogramm der Damen Rang 21, die Top 24 unter 37 Konkurrentinnen lösten ein Ticket für die für Samstag (18.30 Uhr) angesetzte Medaillenentscheidung.

Ihre sieben Kurzprogramm-Elemente setzte Mikutina sauber auf das Eis, darunter einen Doppel-Axel, einen Dreifach-Flip sowie eine Kombination aus Dreifach-Lutz und Dreifach-Toeloop. “Der Dreifach-Flip war nicht so sauber, wie ich ihn normal im Training mache”, fand der Teenager dennoch einen kleinen Makel. “Aber man kann immer etwas verbessern.”

Im Vordergrund stand jedenfalls die Freude über den Aufstieg, mindestens genauso groß war bei ihr die Zufriedenheit über die Unterstützung durch die heimischen Fans. “Das war super. Ich hatte noch nie so viel Beifall, alle haben geklatscht.” Die Musik von “Sing Sing Sing” lädt am Schluss ihres Programms auch richtiggehend zum rhythmischen Mitklatschen ein.

Das Kurzprogramm dominierten die drei russischen Läuferinnen. Dabei verschaffte sich Alena Kostornaja mit 84,92 Punkten fast sieben Zähler Vorsprung auf ihre Landsfrau Anna Schtscherbakowa (77,95). Alexandra Trusowa wiederum hat als Dritte mit 74,95 Punkten mehr als sechs Punkte Vorsprung auf die viertplatzierte Schweizerin Alexia Paganini (68,82).

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