Millionen-Investitionen in die Gesundheitsversorgung in OÖ

Strukturplan wird an die demografische Entwicklung angepasst – Alleine in die Häuser der Holding fließen 350 bis 400 Mio. Euro bis 2025

V. l.: Franz Harnoncourt, LH-Stv. Christine Haberlander, Michael Pecherstorfer, Peter Ausweger
V. l.: Franz Harnoncourt, LH-Stv. Christine Haberlander, Michael Pecherstorfer, Peter Ausweger © Land OÖ/Grilnberger

Angesichts der demografischen und medizinischen Entwicklung benötigt die Gesundheitsversorgung in OÖ eine Anpassung.

„Unser Ziel ist klar: Wir möchten mit allen Beteiligten das bestmögliche Gesundheitssystem für die Menschen in unserem Land schaffen“, betonte am Freitag Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander anlässlich der Präsentation des zweiten Regionalen Strukturplans OÖ (RSG) 2025 in Linz.

Bis 2035 werden laut Prognose in OÖ um 50 Prozent mehr über 65-Jährige und um 40 Prozent mehr über 80-Jährige leben – Bevölkerungsgruppen, die erfahrungsgemäß mehr medizinische Versorgung benötigen. Das Land und die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) planen entsprechend voraus.

Der bedarfsgerechte Ausbau der Krankenanstalten ist dabei laut Haberlander „eine zentrale Säule“. Allein im Bereich der OÖ Gesundheitsholding werden 350 bis 400 Mio. Euro bis 2025 investiert, so OÖG-Chef Franz Harnoncourt.

Neue Angebote in vielen Krankenhäusern

Der zweite RSG OÖ 2025 wurde mit Experten gemeinsam erarbeitet und am Freitag in der Landeszielsteuerungskommission beschlossen. In erster Linie sieht er 53 ambulante Betreuungsplätze neu vor: Konkret für die Plastische Chirurgie im Kepler Uniklinikum (KUK) in Linz, Augen und Urologie im Klinikum Gmunden, Urologie im KH Braunau und Innere Medizin im KH Sierning. Weiters elf Plätze für längere Aufenthalte in Erstversorgungseinrichtungen in den Kliniken Kirchdorf, Freistadt, Schärding, Rohrbach, Gmunden und Bad Ischl sowie 16 Plätze in der Onkologie an mehreren KH-Standorten und 25 Plätze für die tagesambulante psychiatrische Versorgung.

16 zusätzliche Normalpflegebetten

Neu sind auch 16 Normalpflegebetten – Urologie (7) in den Kliniken Vöcklabruck, Bad Ischl und im KH Braunau sowie auf der Dermatologie (3) und der Stammzelltransplantation (2) im Ordensklinikum Linz (OKL) Elisabethinen, Augen (1) im Klinikum Schärding und in der Psychiatrie (4) im Neuromed Campus (KUK). In Summe sechs Intensivbetten werden im Klinikum Wels-Grieskirchen und im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern geschaffen. Zehn Dialysebetten kommen im KUK (4) und im OKL Elisabethinen (6) hinzu. Neu sind auch Tageskliniken in der Urologie im Klinikum Bad Ischl und im KH Braunau, die Augen-Tagesklinik im Klinikum Schärding wird erweitert.

Zwei neue Großgeräte

Angeschafft werden weiters zwei Großgeräte – ein PET-CT im Klinikum Wels-Grieskirchen und ein zusätzliches CT im KH Sierning.

„Die beschlossenen Strukturanpassungen bedeuten für die oö. Ordensspitäler sowohl kurz- als auch mittelfristig wichtige Weichenstellungen im Sinne der Versorgung der Patienten“, betont Peter Ausweger, Geschäftsführer der Oö. Ordensspitäler Koordinations GmbH. „Der RSG setzt einerseits auf die Stärkung der Regionalkliniken und die wohnortnahe Versorgung, andererseits auf Fachzentren in spezialisierten Bereichen“, so Harnoncourt. „Das Rückgrat einer guten Gesundheitsversorgung ist der niedergelassene Bereich, den wir auf allen Ebenen stärken“, sagt Michael Pecherstorfer von der ÖGK-Landesstelle OÖ.

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