Mini mag man eben

Anlässlich des 60-jährigen Bestehens hat der britische Hersteller Mini für seine Fans, die gerne sportlich unterwegs sind, einen Leckerbissen auf den Markt gebracht: Der John Cooper Works Countryman ALL 4 ist mit 306 PS und 265 km/h Spitze das bisher schnellste Modell.

Schon die Optik des grünen Flitzers mit den roten Rennstreifen sendet ein eindeutiges Signal: Hier schlummert unter der Motorhaube ein Kraftpaket, das losgelassen werden will.

Die 306 PS des 2-Liter-Turbobenziners mit vier Zylindern beschleunigen dank 450 Newtonmeter den Countryman in beachtlichen 5 Sekunden aus dem Stand auf 100 Stundenkilometer.

Typenschein

Mini John Cooper Works Countryman All4

Preis: ab € 49.350,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 65.343,- unter anderem inklusive Sonderausstattung Chili € 2382,75, Connected Navigation Plus € 2450,25, Head-up-Display € 681,75, Panorama-Glasdach € 1134,-, Sichtpaket € 229,50, Alarmanlage € 398,25, adaptives Fahrwerk € 567,- und Sitzheizung vorne € 398,25; einen Mini Countryman (One) gibt es ab € 26.800,-
NoVA/Steuer: 15 %/ € 1684,44 jährlich
Garantie: 2 Jahre, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 30.000 km oder alle 2 Jahre

Technische Daten:
Motor: R4, 16V, Turbolader, Partikelfilter, 1998 cm³, 225 kW/306 PS bei 5000 U/min, max. Drehmoment 450 Nm bei 1750-4500 U/min
Getriebe: Achtgangautomatik
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 5,1 s
Leistungsgewicht: 5,23 kg/PS
MVEG-Verbrauch: 8,4/6,7/7,3 Liter
VOLKSBLATT-Testverbrauch: 9,2 Liter
CO2-Ausstoß: 166 g/km
NOx: 0,0283 g/km; Euro 6d-TEMP

Eckdaten:
L/B/H: 4299/1822/1557 mm
Radstand: 2670 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1600/2175 kg
Kofferraum: 450-1390 Liter
Tank: 61 Liter (Benzin)
Reifen: 4 x 225/45 R19 96Y auf 19“-Alus

Sicherheit:
Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC
Airbags: 6

Gut, dass der Allradantrieb die Power auf alle vier Räder gleichmäßig verteilt. So nimmt man auch jede Kurve locker, braucht beim Überholen nur mäßig aufs Gas zu steigen und der Fahrer ist bei den aktuell winterlichen Fahrbahnverhältnissen immer sicher unterwegs.

Gokartfeeling trotz höherer Sitzposition

Trotz des erhöhten Schwerpunktes des Flitzers aus dem britischen Oxford kommt schnell das für den Mini typische Gokartfeeling auf. Der „Works“ fährt sich zwar anders als etwa ein Cooper, aber dafür äußerst sportlich, wobei mit einem neuen 8-Gang-Steptronic-Sportgetriebe inklusive mechanischer Differenzialsperre automatisch geschaltet wird. Ein wenig nervig ist nur die automatische Abstandskontrolle nach Aktivierung des Tempomaten, weil die Geschwindigkeit schon bei relativ großen Abständen zum Vordermann gedrosselt wird. Der Fahrspaß samt Allrandantrieb hat aber natürlich seinen Preis an der Zapfsäule: Mit gut 9 Litern im VOLKSBLATT-Test ist der Countryman mehr als doppelt so durstig wie etwa ein Cooper mit dem 116 PS-Dieseltriebwerk.

Mehr Innenraum, größerer Kofferraum

Wer mit dem Jubiläums-Mini mit Begleitung unterwegs ist, wird seine helle Freude haben: Nicht nur im Innenraum inklusive Rückbank ist reichlich Platz vorhanden, auch der Kofferraum lädt mit bis zu 1390 Litern dazu ein, die Koffer zu packen und in den Urlaub zu fahren. Und das im typischen Look wie dem runden 6,5 Zoll-Farbdisplay und den Sportsitzen, dank derer man auch noch nach einer längeren Fahrt entspannt aus dem Fahrzeug steigt.

Unter dem Strich ist auf einer Länge von 4,2 Metern kaum mehr Raumangebot möglich. Dezent sind lediglich die Türgriffe, der Rest des Countryman ist mehr als auffällig – seien es die Doppelauspuffrohre, die roten Bremssättel oder die mit einem rot blinkenden LED-Licht versehene Stummelantenne am Heck des Fahrzeuges.

In Vollausstattung sind für den getesteten Mini-Flitzer aus dem Hause BMW 65.000 Euro zu berappen – der Basispreis liegt knapp unter 50.000 Euro. Wer trotzdem vierradgetrieben unterwegs sein will, aber keinen „Kraftlackl“ braucht, für den hat Mini mit dem 136 PS-starken Cooper ALL 4 eine attraktive Alternative ums halbe Geld parat.

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