Ministerrücktritte in Bulgarien nach schwerem Busunglück

Drei bulgarische Minister sind nach einem Busunglück mit 17 Toten zurückgetreten. Innenminister Walentin Radew, Verkehrsminister Iwajlo Moskowski und der Minister für Regionalentwicklung, Nikolaj Nankow, übernahmen damit die politische Verantwortung für den Unfall vor knapp einer Woche, wie Nankow und Radew am Freitag vor der Presse in Sofia erläuterten.

Die oppositionellen Sozialisten haben wegen des Unfalls bereits den Rücktritt der gesamten bürgerlich-nationalistischen Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow gefordert. Ein in Richtung der Hauptstadt Sofia fahrender Reisebus war bei starkem Regen unweit von Swoge, gut 40 Kilometer nördlich von Sofia, am Samstag von der rutschigen Fahrbahn abgekommen und 20 Meter in die Tiefe gestürzt. In dem Bus hatten 33 Fahrgäste gesessen. Die Überlebenden erlitten schwere, teils lebensgefährliche Verletzungen.

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Nach dem Unfall beschloss die Regierung, eine Superbehörde zu schaffen, die für mehr Sicherheit auf Bulgariens Straßen sorgen soll. Tödliche Verkehrsunfälle mit Bussen sind in dem ärmsten EU-Land keine Seltenheit.