„Mir macht Politik einfach Spaß“

ÖVP-Kandidat Grüneis stellt sich am Sonntag in Waizenkirchen zur Wahl

Ein Highlight des Wahlkampfes war die Diskussionsveranstaltung. Fabian Grüneis (2. v. l.) konnte auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen darunter (v. l.): LR Christine Haberlander, LAbg. Bgm. Peter Oberlehner, NR-Abgeordnete Claudia Plakom und Bgm. Severin Mair (Eferding).
Ein Highlight des Wahlkampfes war die Diskussionsveranstaltung. Fabian Grüneis (2. v. l.) konnte auch zahlreiche Ehrengäste begrüßen darunter (v. l.): LR Christine Haberlander, LAbg. Bgm. Peter Oberlehner, NR-Abgeordnete Claudia Plakom und Bgm. Severin Mair (Eferding). © ÖVP Waizenkirchen

Nach dem Rücktritt von Bürgermeister Wolfgang Degeneve (ÖVP) aus gesundheitlichen Gründen müssen am Sonntag die Bürger in Waizenkirchen einen neuen Ortschef wählen. Neben dem 22-jährigen Fabian Grüneis für die ÖVP gehen für die FPÖ Gerhard Kaltseis (47) und Andreas Aumayr (53) für die Grünen ins Rennen. Die Verteilung im Gemeinderat: ÖVP 14, FPÖ 5, Grüne 3 und SPÖ 2. In den vergangenen Wochen hat Grüneis fast alle der 1348 Haushalte in Waizenkirchen besucht — „und ich hoffe, dass ich bis Sonntag alle schaffe“.

VOLKSBLATT: Sie sind 22 Jahre jung – warum wollen Sie Bürgermeister werden?

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GRÜNEIS: Weil mir Politik Spaß macht. Und ich engagiere mich eigentlich schon seit der Hauptschule, da war ich Schülervertreter. Ich habe die Junge ÖVP in Waizenkirchen gegründet, war drei Jahre lang Bezirksobmann. Mir hat das immer gefallen. Man hat unglaublich viele interessante Begegnungen und es ist spannend, gemeinsam Lösungen zu finden.

Aber das Bürgermeisteramt ist doch sehr verantwortungsvoll ...

… das ist mir bewusst. Ich bin seit 2015 im Gemeinderat und seit dem Frühjahr auch Gemeindevorstand. Aber bei der Gemeindepolitik sieht man unmittelbar, was man tut. Das ist toll.

Der Wahlkampf geht nun zu Ende. Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Ganz viele. Das wichtigtse war, dass ich jeden Bürger von Waizenkirchen kennengelernt habe. Und natürlich auch, dass man die verschiedensten Probleme und Anregungen mitbekommt – das geht von bis …

… aber wird es nicht allen recht machen können.

Das kauft man mit. Aber man schafft es ja nicht einmal in der eigenen Familie, es jedem recht zu machen. Und es sind oft die kleinen Dinge, die wichtig sind und nicht unbedingt die großen Projekte.

Wie werden Sie den Sonntag verbringen?

Ich werde vermutlich am Samstag eher spät heimkommen, weil wir Hauptversammlung der Landjugend von Waizenkirchen haben, da bin ich eigentlich schon seit immer Mitglied. Und ab sieben in der Früh bin ich im Wahllokal als Beisitzer. Um 13 Uhr werden wir dann die Stimmen auszählen und hoffentlich dann etwas zum Feiern haben – oder wir überlegen uns die Vorgangsweise bis zur Stichwahl.

Sollten Sie Bürgermeister werden, was haben Sie als erstes vor?

Am ersten Amtstag werde ich ein Frühstück für die Mitarbeiter mitnehmen, damit man einen guten gemeinsamen Start hat.

Sie haben jetzt nur eine halbe Legislaturperiode, was muss unbedingt noch vor der Wahl erledigt werden?

Wichtig ist, dass die Neugestaltung des Marktplatzes gut abgeschlossen werden kann.