Mission Edelmetall als schneller Kurztrip für Speedwerfer „Luki“

Weißhaidinger glaubt vor Quali, dass 70 Meter nötig sein werden

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Ab Freitag gehen die Leichtathleten in Tokio auf Medaillenjagd. Die erste Entscheidung ist der Männer-Klasssiker über die 10.000 m (13.30 Uhr MESZ). Bereits einige Stunden davor (2.45/4.20 MESZ) wird es aus rot-weiß-roter Sicht ernst. Nämlich wenn Lukas Weißhaidinger in die Diskus-Quali einsteigt, das Finale steigt dann am Samstag (13.15 MESZ).

Nach EM-Bronze 2018 und WM-Bronze 2019 gibt es nur ein Ziel: „Was mir jetzt noch fehlt, ist eine Olympia-Medaille. Die will ich 2021 in Tokio holen. Dafür wird man, so glauben mein Trainer und ich, 70 m werfen müssen“, meinte der Innviertler, der mit 69,04 m (ÖLV-Rekord) auf Rang vier der Jahresweltbestliste liegt. Die Mission Edelmetall soll ein Kurztrip werden. Am Mittwoch trafen Weißhaidinger und Coach Gregor Högler im olympischen Dorf ein, 48 Stunden nach dem Wettkampf müssen die Sportler wieder auschecken. „Mein Plan ist ein bisschen – dadurch dass wir so knapp anreisen und so beschäftigt sind, dass so viel Drumherum ist — , dass wir nicht viel überlegen“, erklärte „Tüftler“ Högler.

Ausgefeilte Technik

Und diesem „Erfindergeist“, ist auch das Erfolgs-Projekt zu verdanken:

Anders als Olympiasieger Daniel Stahl (SWE) zählt Weißhaidinger nicht zu den Hebelwerfern, sondern zu den Speedwerfern. Der Abwurf geschieht bei 86 km/h, dabei wirken auf den Zeigefinger 66 kg im Tiefpunkt.

Der höchste Punkt des Diskus vor dem Loslass-Moment ist 2,12 m, der Abwurf passiert bei circa 1,86 m — also etwa in Schulterhöhe.

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In Topform wird die Höhe des Diskus über eine Art Sprung gemacht. „Luki springt ein bisserl in den Diskus rein, aus der Abwurfposition der starken Beine“, erklärte Högler. Am Samstag soll ein Freudensprung drangehängt werden …                    t.h.

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