Mit Amoklauf gedroht: Verurteilt

18-Jähriger fasste drei Monate bedingt aus – Psychologische Behandlung

OBERSTERREICH: PROZESS NACH HOME-INVASION IN WELS
OBERSTERREICH: PROZESS NACH HOME-INVASION IN WELS © APA/fotokerschi.at

WELS — Ein inzwischen 18-Jähriger, der am Tag der Mathematik-Matura Ende Mai auf Social Media einen Amoklauf in einem Welser Gymnasium angekündigt hatte, ist am Mittwoch am Landesgericht Wels zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Der Teenager hatte sich wegen gefährlicher Drohung verantworten müssen. Das Urteil in dem Prozess, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, ist nichts rechtskräftig.

Der Bursch hatte ein Video mit einem Ausschnitt aus einem Ego-Shooter-Computerspiel gepostet, in dem jemand mit gezogener Waffe auf das Gymnasium zugeht. Hinterlegt war die Sequenz mit Teilen des Songs „Pumped Up Kicks“, in dem es um ein School-Shooting geht.

Nachdem Eltern Anzeige erstattet hatten, rückten Polizeieinheiten aus und durchsuchten das Gebäude. Gefunden wurde nichts, die Matura fand statt. Tags drauf wurde der Verfasser ausgeforscht.

Das Gericht erteilte dem Angeklagten zusätzlich die Weisung, sich in psychologische Behandlung zu begeben, solange dies aus fachärztlicher Sicht notwendig ist.

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