Mit Corona-Test zurück an die Uni

Minister Faßmann präsentiert eine Möglichkeit für Studenten

Corona-Tests als Uni-Eintrittskarte sind für Bildungsminister Heinz Faßmann, uniko-Präsidentin Sabine Seidler (r.) und ÖH-Bundesvorsitzende Sabine Hanger ein gangbarer Weg.
Corona-Tests als Uni-Eintrittskarte sind für Bildungsminister Heinz Faßmann, uniko-Präsidentin Sabine Seidler (r.) und ÖH-Bundesvorsitzende Sabine Hanger ein gangbarer Weg. © BKA

Die Hochschulen sollen mit Beginn des Sommersemesters ab kommenden Montag die Möglichkeit bekommen, für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen bzw. Prüfungen einen negativen Corona-Test zu verlangen.

Eine entsprechende Regelung soll in der geplanten Novelle zum Universitätsgesetz (UG) rückwirkend beschlossen werden.

„Große Vorlesungen werden sich aber nicht ausgehen“, betonte am Freitag Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit uniko-Präsidentin Sabine Seidler und der ÖH-Bundesvorsitzenden Sabine Hanger.

Präsenz wieder möglich

Das liege aber weniger an zu kleinen Hörsälen als an limitierten Zu- und Abgängen. Allerdings könnten etwa wieder verstärkt Laborübungen, Seminare, geblockte Lehrveranstaltungen oder auch Abschlussprüfungen in Präsenzform stattfinden. Auch größere Präsenzprüfungen wie etwa in den Rechtswissenschaften könnten so wieder möglich werden, so Seidler.

Mit der Möglichkeit zum Eintrittstesten soll die Umsetzung nun erleichtert werden. Technisch passiert das durch die Verankerung in der derzeit geplanten UG-Novelle, die allerdings noch durch den Nationalrat muss.

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Für die Umsetzung der Teststrategien erhalten die Unis vom Ministerium eine Mio. Euro, dazu können sie dafür jene 20 Mio. Euro verwenden, die aus der Uni-Finanzierung für die Bekämpfung der Pandemiefolgen umgewidmet wurden. „Und wenn wir mehr Geld brauchen, werden wir mehr dafür bereitstellen“, meinte Faßmann. Auch die Fachhochschulen erhielten finanzielle Unterstützung.

Laut einer aktuellen Umfrage unter rund 500 Studenten gaben 60 Prozent an, durch die Pandemie im universitären Alltag sehr oder eher belastet zu werden — knapp 40 Prozent fühlten sich wenig oder gar nicht belastet. Umgekehrt beurteilten ebenfalls rund 60 Prozent die Umstellung auf Distance Learning als sehr gut oder eher gut.

Als größte Veränderung wird das eingeschränkte soziale Leben genannt. „Du kannst dankbar sein, ein Dach über dem Kopf und Essen im Kühlschrank zu haben und trotzdem kann es belastend sein, das Uni-Leben nur über den Bildschirm zu beobachten“, so Hanger.

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