Mit „Digital Pro Bootcamps“ gegen den IT-Fachkräftemangel

Neues Ausbildungsformat des Bundesministeriums für Betriebe schlägt auch in OÖ seine Zelte auf – Spezialisierung auf „Data Science & Security“

V. l.: FFG-GF Henrietta Egerth, LR Achleitner, BM Udolf-Strobl, Gerhard Kreutmayr (Fritz Egger GmbH)
V. l.: FFG-GF Henrietta Egerth, LR Achleitner, BM Udolf-Strobl, Gerhard Kreutmayr (Fritz Egger GmbH) © BMDW/HBF Clemens Schwarz

Um gegen das allgegenwärtige Problem des Fachkräftemangels im IT-Bereich vorzugehen, setzt nun das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) ab sofort auch auf ein neues Ausbildungsformat für Betriebe. Mit den „Digital Pro Bootcamps“, die von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelt werden, sollen Mitarbeiter heimischer Unternehmen dank intensiver Trainings schnell, praxisnah und dialogorientiert fundierte IT-Kenntnisse vermittelt bekommen.

Neunwöchige Intensivzeit

Kernstück ist dabei eine neunwöchige Intensivzeit. Die vier unterschiedlich ausgelegten Projekte erstrecken sich, je nach Standort, auf zwölf bis 18 Monate – das BMDW lässt sich diese Initiative insgesamt rund 1,7 Millionen Euro kosten. Eines dieser „Bootcamps“ befindet sich auch in OÖ, hier wird man sich für ein ganzes Jahr dem Thema „Data Science & Security“ widmen. Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner: „Daten sind das neue Gold und die Datensicherheit ist nicht nur die Archillesverse eines Unternehmens, sondern auch die Grundvoraussetzung für neue digitale Geschäftsmodelle.“ Ziel ist es, die Teilnehmenden mit geeigneten Werkzeugen und Methoden der Datenanalyse und IT-Sicherheit auszustatten. Gestartet wurde bereits Anfang des Monats, 500.000 Euro sind veranschlagt. Neben den wissenschaftlichen Partnern FH OÖ Hagenberg und RISC Software nehmen acht Unternehmen daran teil, maximal 20 Personen pro „Bootcamp“. „Durch die Kooperation von Leitbetrieben und KMU stellen wir sicher, dass es nicht zu einer Innovationsschere kommt. Die Digitalisierung darf kein Elitenprogramm sein, deshalb müssen wir Betriebe aller Größen mitnehmen“, so Bundesministerin Elisabeth Udolf-Strobl.hu

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