Mit Tempo 280 über die Nebelberger Bezirksstraße

Rund 7000 Zuschauer werden dieses Wochenende beim Motorrad-Bergrennen in Julbach, Bezirk Rohrbach, erwartet

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Es kann losgehen! In Julbach ist alles angerichtet für ein packendes Motorrad-Bergrenn-Wochenende.
Es kann losgehen! In Julbach ist alles angerichtet für ein packendes Motorrad-Bergrenn-Wochenende. © msc julbach

Von Andy Hörhager

Landshaag und Julbach. Zwei Motorrad-Bergrennstrecken, beide im Mühlviertel, beide mit Europameisterschafts-Status und doch sehr unterschiedlich. Der Klassiker von Landshaag mit langen Geraden, echten Hochgeschwindigkeitspassagen auf der einen, der verwinkelte, enge, haarig zu fahrende Kurs von Julbach auf der anderen Seite.

Sind die bergauf rasenden Protagonisten auch in beiden Läufen fast identisch, wird die Favoritenrolle im nordwestlichen Mühlviertel hingegen von einem anderen Fahrertypus ausgefüllt, als bei jenem im Donauraum.

Heißen die Anwärter auf den Tagessieg in Landshaag Andreas Gangl und Wolfgang Gammer (beide Team Heating Factory), wird in Julbach der Franzose Jean Luc David (Kawasaki) wieder Tagessieg und Streckenrekord anpeilen. Vorne mit will auch Lokalmatador Thomas Anderl (MSC Julbach) fahren, der Superbike-Staatsmeister und Klassensieger probiert teils ganz eigene Linien. Ein Auge wollen die Experten auch auf dem „Wiesl“ haben. Christian Wiesinger-Mayr (PSV Wels) sollte der Kurs in Julbach liegen, „Wiesl“ markierte schon auf beiden Bergrennstrecken Bestzeiten.

Anspruchsvolle Strecke

Der Julbacher Bergrenn-EM-Kurs, während des Jahres salopp als „Nebelberger Bezirksstraße“ tituliert, verlangt vom Start bei der Filzmühle an der Kleinen Mühl bis hinauf ins Ziel am Schifflerberg den Piloten an Konzentration und Fahrzeugbeherrschung alles ab.

Gut drei Kilometer sind zu absolvieren, auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke mit zehn zum Teil engen Kehren sind 200 Höhenmeter sowie mancher Schweinehund zu überwinden, erlauben die Geraden doch knapp 280 km/h Spitze.

Am Samstag wird ab Mittag trainiert, am Sonntag ab 8.30 ebenfalls, die Läufe zu den Klassen Berg-EM, Österreichische Meisterschaft, zum Internationalen Deutschen Bergpreis für Seitenwagen sowie für Historische Rennmotorräder und -seitenwagen werden ab 12.30 absolviert.

Im Rahmenprogramm wird der Italiener Loris Rosati seine „leicht getunte“ Piaggio APE den Berg hinauf jagen, per Shuttledienst können die Fans alle Bereiche der Strecke bequem erreichen.

Für die Sicherheit der Zuschauer ist in der Motorsportgemeinde Julbach ebenso bestens gesorgt, wie für das leibliche Wohl.