Mit Visualisierung des Körpers für Zukunftspreis nominiert

Radiologie-Primar der Uniklinik entwickelte mit Siemens-Healthcare- Mitarbeitern realistische Darstellung von CT- und MRT-Daten

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Nominiert fr den Deutschen Zukunftspreis 2017: Dr.-Ing. Rob
Nominiert fr den Deutschen Zukunftspreis 2017: Dr.-Ing. Rob © Deutscher Zukunftspreis/Pudenz

LINZ/BERLIN – Als eines von drei Wissenschafterteams ist Radiologie-Primar Franz Fellner (51) vom Linzer Kepler Uniklinikum gemeinsam mit den Siemens-Healthineers-Mitarbeitern Klaus Engel (47) und Robert Schneider (47) für die Entwicklung der Visualisierungstechnologie Cinematic Rendering für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Der Preis des Bundespräsidenten ist eine der höchsten deutschen Auszeichnungen für Technik und Innovation.

Das von den beiden Visualisierungsexperten und ihrem klinischen Partner – Fellner ist auch außerplanmäßiger Professor an der Uni Erlangen-Nürnberg – entwickelte Cinematic Rendering erzeugt fotorealistische dreidimensionale Abbildungen des menschlichen Körpers auf Basis von Bilddaten aus Computer- und Magnetresonanztomographen in davor nicht dagewesener Plastizität. Die anschaulichen Bilder erleichtern die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten ebenso wie zwischen Radiologen und zuweisenden Medizinern. Mit Hilfe der fotorealistischen Bilder kann z. B. plakativ dargestellt werden, wie eine Fraktur verläuft, oder wo ein Tumor wächst. Chirurgen werden bei der Wahl der richtigen Operationsstrategie unterstützt, die Bilder erlauben eine präzisere Vorbereitung auf die Eingriffe. Auch Medizinstudenten können im Rahmen ihrer Anatomie-Studien von den neuartigen Bildern aus dem Körperinneren profitieren. Der Deutsche Zukunftspreis wird am 29. November von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Berlin verliehen.

LH Thomas Stelzer ist über die Nominierung von Professor Franz Fellner „sehr stolz. Es handelt sich, um eine hochinnovative Leistung, die der Spitzenmediziner unseres Kepler Uniklinikums gemeinsam mit Experten von Siemens Healthcare erbracht hat. Wir freuen uns, dass Forscher wie Franz Fellner in unserem Land der Möglichkeiten nach Oberösterreich kommen und ihr Know-how sowie ihre persönliche Leidenschaft in Projekte investieren, die einen Fortschritt für unsere Gesellschaft bedeuten.“ „Mit seinem Einsatz fördert Franz Fellner sowohl die Qualität der Patientenversorgung als auch die Entwicklung von Lehre und Forschung im Haus“, betonten die Geschäftsführer des Kepler Uniklinikums, Elgin Drda und Heinz Brock.