Mit vollen Akkus in „nächste Phase“

Goiginger-Comeback beim LASK gegen Wörgl — Ried fordert den WAC

Thomas Goiginger darf heute erstmals seit sieben Monaten wieder in einem Pflichtspiel für den LASK dem runden Leder nachjagen. Auch Marvin Potzmann (kl. Bild) kehrt ins Aufgebot zurück.
Thomas Goiginger darf heute erstmals seit sieben Monaten wieder in einem Pflichtspiel für den LASK dem runden Leder nachjagen. Auch Marvin Potzmann (kl. Bild) kehrt ins Aufgebot zurück. © APA/EXPA/Eisenbauer, JFK (kl. Bild)

Lang, lang ist’s her: Es gab tatsächlich Zeiten, da wurde der LASK vom SV Wörgl im eigenen Stadion vorgeführt. 2003 etwa beim 0:3 auf der Gugl, unter Trainer Robert Hoffmann waren Spieler wie Arnold Schwellensattl, Patrick Wunderbaldinger, Thomas Bernscherer oder Klaus Dietrich im Einsatz.

Insgesamt 16 Mal trafen die zwei Klubs zwischen 2001 und 2005 in der 2. Liga aufeinander, seitdem ist in beiden Vereinen kein Stein auf dem anderen geblieben. Die Tiroler wurden nach zwischenzeitlichem Konkurs bis in die sechstklassige Gebietsliga durchgereicht, sind nun in der Regionalliga Tirol Vierter. „Der Cup hat für uns eine hohe Bedeutung“, sagte LASK-Trainer Dominik Thalhammer vor dem Zweitrundenduell am Samstag (17) auf der Gugl. „Wir nehmen das Spiel ernst wie jedes andere“, betonte der Linzer Coach.

Dessen Team in der Länderspielpause die Akkus aufladen konnte. Und der zum Start in die nächste Saisonphase, wie es Thalhammer bezeichnete, auf einen weitaus größeren Kader zurückgreifen kann.

Goiginger, Madsen und Eggestein in der Startelf

So werden unter anderem Neuzugang Johannes Eggestein, Mads Emil Madsen sowie Thomas Goiginger in der Startelf stehen. Letzterer feiert wie Marvin Potzmann sein Comeback nach einem Kreuzbandriss. „Es ist ein besonderes Spiel für uns“, betonte der Flügelflitzer nach siebenmonatiger Pause. „Es ist ein ungewohntes Gefühl, aber die Vorfreude ist sehr groß.“

Die Reha war aus Sicht des Salzburgers langwierig und hart, aber nie ernüchternd. „Es gab keinen Tag, an dem ich mir gedacht habe: Warum schon wieder? Man hat immer Fortschritte gemerkt“, so Goiginger, der sich für rund 60 Minuten bereit fühlt. Das freut auch Thalhammer: „Wir haben jetzt mehr personelle Ressourcen.“

Ried als Außenseiter nach Wolfsberg

Während die Linzer klarer Favorit sind, fährt die SV Ried als Außenseiter zum Gastspiel gegen den WAC am Sonntag (17.15, live ORF 1). „Wir müssen sicher an unsere Leistungsgrenze gehen“, weiß Trainer Gerald Baumgartner, dessen Elf in der Liga zuletzt drei Mal in Folge verloren hatte. Auch die Wolfsberger halten aber erst bei drei Zählern. „Wir wollen couragiert auftreten und müssen uns trauen, Fußball zu spielen“, forderte Ried-Akteur Manuel Kerhe.

Zu einem Duell für Fußballromantiker kommt es heute (20.25, live ORF Sport +) auf der Hohen Warte, wo die Vienna Steyr empfängt. „Die Favoritenrolle müssen wir annehmen, wir wissen aber über die Qualitäten der Vienna Bescheid“, warnte Trainer Willi Wahlmüller. cg

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