Mit Wienerliedern und viel „Heazz“

Donaufestwochen mit Trio Palmisano im Vierkanthof

Das Trio Palmisano in entspannter Atmosphäre im Viertkanthof der Familie Hauer.
Das Trio Palmisano in entspannter Atmosphäre im Viertkanthof der Familie Hauer. © Edtbauer

Im Rahmen der Donaufestwochen im Strudengau, welche heuer coronabedingt nur sieben Veranstaltungen beinhalten, fand am Sonntag ein durchaus herzerfrischendes Konzert unter dem Titel „In mein Heazz“ im Vierkanthof der Familie Hauer nahe Stift Ardagger statt.

Deutlich war die zu Herzen gehende Freude der Interpreten zu spüren, nach langen Wochen der „Stille im Home-Konzert“ wieder vor einem dankbaren Publikum auftreten zu dürfen. Diese Freude reflektierten die zahlreich erschienenen Zuhörer mit reichem Applaus.

Von Schubert über Mahler bis zum Heurigenlied

Gestalter des Mittagskonzertes war das Trio Palmisano, bestehend aus der Sängerin Agnes Palmisano, die sich mit ganzem Herzen trotz Wespenstich am Fuß der Gestaltung von alten und neuen Wienerliedern, aber auch den Kompositionen von Schubert über Mahler bis zu alten Heurigenliedern widmete.

Eingestreut waren neue Kompositionen zum Wienerlied aus der Feder von Agnes Palmisano und Daniel Fuchsberger. Interessant war es, die alten „Dudler“, eine typisch wienerische Form des Jodlers, in der Interpretation von Agnes Palmisano zu hören. Allerdings — die Künstlerin hat offensichtlich alte Wiener Vorbilder wie die bekannte Julie Nagl sehr genau studiert, kommt mit ihrer sehr variantenreichen, aber doch klassisch geschulten Stimme diesem Klangbild einer alten Volkssängerin nur nahe.

Ein kongeniales Duo bei der einfühlsamen Begleitung der Sängerin, aber auch bei der Interpretation einiger solistischer Werke, waren Daniel Fuchsberger, der Co-Sänger an der Kontragitarre, und Andreas Teufel, der an der selten gespielten und schwierig zu spielenden Schrammelharmonika zu erleben war.

Insgesamt eine Veranstaltung, welche Freude bereitete und frischen Wind in eine an Live-Musik sehr arme Corona-Zeit brachte.

Ein Dank geht an Intendantin Michi Gaigg und den Leiter der Donaufestwochen Walter Edtbauer für ihren Mut zu dieser Veranstaltung im Freien und auch an das Publikum für seine Disziplin.

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