Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in Zentralafrika erschossen

In der Zentralafrikanischen Republik ist ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen erschossen worden.

Der 46-jährige Mahamat Ahamat, der für Ärzte ohne Grenzen als Lieferant arbeitete, wurde in der Stadt Moyenne-Sido an der Grenze zum Tschad von einem Soldaten mit drei Schüssen getötet, wie die Organisation am Dienstag mitteilte. Ärzte ohne Grenzen forderte die zentralafrikanischen Behörden auf, Ermittlungen wegen Mordes einzuleiten.

Der Leiter der spanischen Mission von Ärzte ohne Grenzen in der Zentralafrikanischen Republik, Romain Briey, sagte, Ahamat sei Samstagfrüh in seiner Wohnung von einem Soldaten niedergeschossen worden und einige Stunden später seinen Verletzungen erlegen. Der Zentralafrikaner hatte demnach als Ortskraft für Ärzte ohne Grenzen gearbeitet.

Das Präsidialamt in der Hauptstadt Bangui lehnte eine Stellungnahme ab. Der Sprecher Albert Yaloke Mokpeme sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe keine Informationen über den Vorfall.

In der Zentralafrikanischen Republik herrscht seit einem Putsch im Jahr 2013 Bürgerkrieg. Ab 2018 ließen die Kämpfe nach, weite Teile des Landes sind aber immer noch unsicher.

Die Zentralafrikanische Republik ist zugleich eines der ärmsten Länder der Welt. Nach UNO-Angaben ist fast die Hälfte der rund 5,5 Millionen Einwohner von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen.

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