Moosbrugger zum neuen LK-Präsidenten gewählt

Folgt auf Hermann Schultes – Stellt sich gegen Kürzungen für Bauern im neuen EU-Budget und verspricht Rübenbauern Unterstützung

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Der neue Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger stellt gegen die Kürzung von EU-Geldern für die Bauern.
Der neue Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger stellt sich klar gegen die Kürzung von EU-Geldern für Bauern. © APA/Pfarrhofer

Der Vorarlberger Josef Moosbrugger (51) wurde am Dienstag zum neuen Präsidenten der Landwirtschaftskammer Österreich gewählt.

Er übernimmt das Amt von Hermann Schultes, der seit 2014 diese Funktion innehatte. Schultes rückt als Vizepräsident ins zweite Glied zurück, in dieser Funktion stehen ihm auch der oö. LK-Präsident Franz Reisecker und der Salzburger Franz Eßl zur Seite.

Ein besonderes Anliegen ist Moosbrugger die finanzielle Absicherung der heimischen Bauern auch während der neuen EU-Budgetphase ab 2021. Hier will er keine Kürzungen bei den EU-Agrarförderungen akzeptieren.

Für nationalen Ausgleich

Sollte es dennoch zu einer Senkung der Förderungen kommen, sei ein Ausgleich über nationale Mittel denkbar, betonte Moosbrugger. Er setzt dabei auf die entsprechende politische Unterstützung im Land: „Ich gehe davon aus, dass vom Bundeskanzler und den österreichischen Verhandlern auch dementsprechend Rückgrat gezeigt wird, dass das bisherige Geldvolumen auch in Zukunft für die österreichischen Bauernfamilien zur Verfügung steht“, so der neue Landwirtschaftskammer-Präsident.

Den aktuell von mehreren Problemen geplagten Zuckerrübenbauern sicherte Moosbrugger seine Unterstützung zu. Aufgrund des niedrigen Zuckerpreises, eines massiven Rüsselkäfer-Befall einhergehende mit dem Neonicotinoide-Verbot kämpfen nicht wenige der Landwirte derzeit um ihre Existenz. Moosbrugger will auf politische Maßnahmen drängen: „Die Gespräche sind am Laufen.“