Mord an bulgarischer Journalistin – 30 Jahre Haft für Täter

Ein junger Bulgare ist für den Mord an einer Fernsehmoderatorin vor gut einem halben Jahr zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der bulgarischen Donaustadt Russe verhängte am Montag die Haftstrafe nach einem Schnellverfahren, wie eine Nachrichtenagentur berichtete. Der Täter habe den brutalen Mord an Wiktorija Marinowa sowie die Vergewaltigung am 6. Oktober 2018 eingestanden.

Deshalb sei die bei ähnlichen Delikten übliche lebenslange Freiheitsstrafe auf 30 Jahren Haft reduziert worden. Dabei handle es sich um eine Tat aus sexuellen Motiven, die nicht mit der beruflichen Tätigkeit des Opfers verbunden sei, erläuterten die für den Fall zuständigen Staatsanwälte. Vor der Vergewaltigung und dem Mord habe der Täter Alkohol zu sich genommen.

Vor dem Hintergrund politisch motivierter Morde an Journalisten in anderen Ländern, etwa in Malta und der Slowakei, war der Fall Marinowa international in die Schlagzeilen geraten.

Die 30-jährige Marinowa, Moderatorin und Verwaltungsdirektorin des lokalen Fernsehsenders TVN, war Anfang Oktober in einem Park am Donauufer in Russe vergewaltigt und ermordet aufgefunden worden. Der damals 20 Jahre alte Täter floh zu seiner Familie in Deutschland, wo er nach vier Tagen in Stade (Niedersachsen) gefasst wurde.

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