Morddrohungen gegen Italiens erste Geimpfte

29-jährige Krankenpflegerin im Visier von Impfgegnern

Die römische Krankenpflegerin Claudia Alivernini, die sich am Sonntag als erste Italienerin der Anti-Covid-Impfung unterzogen hat, hat ihre sozialen Netzwerke geschlossen, nachdem sie bedroht und beschimpft worden ist. Nachdem Alivernini öffentlich dafür eingetreten war, so viele Menschen wie möglich zu impfen, hagelte es Morddrohungen von Impfgegnern, berichtete die römische Tageszeitung “Il Messaggero” am Dienstag.

“Jetzt werden wir sehen, wann du stirbst”, schrieb ein anonymer User. Auf Facebook erschienen falsche Profile mit dem Namen und dem Bild der Krankenpflegerin im römischen Krankenhaus “Lazzaro Spallanzani”. Alivernini hatte ihre Impfung als “Geste der Liebe” gegenüber ihren Patienten und den Mitmenschen bezeichnet. Mit ihr waren vier Kollegen im Spallanzani-Krankenhaus geimpft worden.

In Italien, dem ersten europäischen Land, in dem die Coronavirus-Pandemie im Februar ausgebrochen ist, wird heftig über eine Corona-Impfpflicht diskutiert. Die Regierung in Rom hat zwar versichert, dass sie den Italienern Impffreiheit garantieren will, sollten sich jedoch wenige Personen melden, wird eine Pflichtimmunisierung für Beamte, Lehrer und das Gesundheitspersonal nicht ausgeschlossen.

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