Moschee-Verein zieht Notbremse!

Nach VOLKSBLATT-Bericht distanziert sich „Alif“ von Facebook-Postings

Groß war vergangenen Samstag die Aufregung in einer Freistädter Moschee, als sich dort ein falscher Polizist mit einer Softgun im Hosenbund herumtrieb. Groß war aber gestern nach einem VOLKSBLATT-Bericht auch die Aufregung über Einträge auf der Facebook-Seite des Moschee-Vereins Alif (Austria Linz Islamische Förderation).

Dort hatten Poster offen und offenbar ungestört über ihren Wunsch nach blutiger Rache an dem Eindringling philosophieren können.

Klarstellung der Alif

Gestern dann aber nach der Berichterstattung im VOLKSBLATT die Wende: Auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte die Alif eine Erklärung, in der sie sich von den gewaltverherrlichenden Einträgen doch noch distanziert: „Wir betonen hiermit, dass wir Kommentare welche Drohungen, Aufrufe zur Selbstjustiz, Beleidigungen oder unwahre Unterstellungen gegen die Behörden beinhalten sowie insbesondere strafrechtliche Relevanz haben in keiner Weise dulden.“ Daher distanziere sich der Moschee-Verein „aufs Schärfste von derartigen Kommentaren“ und fordere die entsprechenden User auf, „derartige Kommentare zu unterlassen.“ Offenbar auf Druck der Öffentlichkeit beteuern die Vertreter von Alif in ihrer gestern veröffentlichten Botschaft für die Zukunft auch ein striktes Einschreiten gegen Hasspostings: „Auch werden Kommentare mit besagtem Inhalt, sofern wir aufgrund der sehr zahlreichen Reaktionen Kenntnis darüber erlangen, unverzüglich von uns gelöscht.“

Wie der gestern erschienene VOLKSBLATT-Bericht gezeigt hat, war dieses Engagement der Alif im jüngsten Fall nicht in dieser Form zu erkennen. Möglicherweise hat auch Druck der Polizei dazu geführt, dass der Moschee-Verein in der Affäre gestern die Notbremse gezogen hat. Hinweis darauf ist auch eine Passage mit Polizeibezug. Darin versichert Alif, dass die Ermittlungen laufen, und „die Behörden bemüht sind, den Sachverhalt lückenlos aufzuklären.“

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