MotoGP: Johann im KTM-Unglück

Notbremse wird gezogen: Zarco verlässt Innviertler mit Saisonende

Johann Zarco wurde bei KTM nicht glücklich, mit Jahresende geht man getrennte Wege.
Johann Zarco wurde bei KTM nicht glücklich, mit Jahresende geht man getrennte Wege. © Sportmediapics/Manfred Binder

Von Roland Korntner

Johann Zarco und KTM, das fällt in die Kategorie gescheiterte Beziehung. Der Franzose, der im Vorjahr noch auf Yamaha über die Strecken raste, kam von Anfang an mit dem MotoGP-Gerät der Innviertler, mit der RC16 nicht richtig zu recht und hatte nicht nur gegen Werkteam-Kollege Pol Espargaro, sondern auch gegen Miguel Oliveira vom Team Red Bull KTM Tech 3 das Nachsehen. „Zarco ist in einer schwierigen Situation, er leidet unter dem Stress“, hatte KTM-Boss Stefan Pierer im Gespräch mit dem VOLKSBLATT am Freitag gemeint.

Nach dem Grand Prix von Österreich in Spielberg zogen die Beteiligten die Notbremse: „Zarco und KTM werden die zweite Saison eines Zwei-Jahresvertrags 2020 nicht erfüllen“, hieß es in einem Pressestatement der Innviertler. Darauf habe man sich gemeinsam geeinigt. Allerdings wird „Johann im Unglück“ die Saison 2019 noch für die Oberösterreicher zu Ende fahren, in den letzten acht Rennen lautet der Focus, das Maximum herauszuholen. „Es war eine harte Entscheidung. Ich habe den besten Job der Welt, aber den will ich mit Freude machen“, ließ Zarco auf Facebook in seine Gefühlswelt blicken.

Bei KTM läuft indes ab sofort die Fahrersuche voll an. Fix ist derzeit nur, dass Brad Binder, am Sonntag Moto2-Sieger auf dem Red-Bull-Ring, hausintern ins MotoGP-Team von Tech 3 wechselt, wo er Hafizh Syahrin ersetzt.

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