mRNA-Vakzine bei Allergie und Asthma großteils unbedenklich

Information des Arztes aber wichtig – Risiko 1:100.000

Allergie - Pollenflug - Kalender

Für Allergiker und Asthmatiker sind die bisher verfügbaren Corona-Impfstoffe überwiegend unbedenklich und daher „jedenfalls zu empfehlen“.

Das betonte die Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) am Dienstag. Alle schweren Reaktionen „sind glimpflich ausgegangen“, berichtete Fritz Horak, Leiter des Allergiezentrums Wien West. Vorsicht ist nur nach einem schweren anaphylaktischen Schock bei früheren Impfungen geboten.

Das Risiko für eine schwere allergische Reaktion liegt bei den zwei am Markt befindlichen mRNA-Impfstoffen bei 1:100.000. „Das ist zwar etwa zehnmal höher als bei anderen bekannten Impfungen, wie zum Beispiel der Influenza-Impfung, aber noch immer sehr, sehr gering“, erläuterte Horak: „Dabei haben mit jetzigem Stand bereits 60 Millionen Menschen die erste Dosis und weitere sechs Millionen auch schon die zweite Dosis erhalten und es wurde über keinen einzigen Todesfall aufgrund einer allergischen Reaktion berichtet.“

Obwohl Patienten mit Allergien oder Asthma kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung haben, sei eine Impfung auf jeden Fall empfehlenswert, riet der Allergologe.

Wer schon einmal eine Anaphylaxie gegen eine Impfung erlitten hat oder wenn eine gesicherte Allergie gegen verschiedene Medikamente vorliegt oder eine Mastzellerkrankung besteht, muss dies vor der Impfung mit dem Arzt besprochen werden. Betroffene sollten 15 bis 30 Minuten zur Nachbeobachtung in der Impf-Ordination bleiben. Eventuell werde auch eine Vorbehandlung mit Antihistaminika eingeplant.

Abstand zu einer Desensibilisierung

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Bei einer schweren Anaphylaxie auf die erste mRNA-Impfung oder einer bekannten Allergie auf einen der Inhaltsstoffe, insbesondere PEG (Polyethylenglykol) oder Polysorbat, sollte nicht mit dem Impfstoff geimpft werden. Eine laufende Desensibilisierung gegen eine Pollenallergie oder eine Therapie mit Biologika bei schwerem Asthma müssen nicht für eine Corona-Impfung abgebrochen werden, informierte Horak. Es sollte lediglich ein Abstand von zumindest einer Woche zwischen den Behandlungen und der Impfung eingehalten werden.

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