MS-kranker Mühlviertler bekommt dank Spenden einen Treppenlift

Besonderes Weihnachtsgeschenk für 52-jährigen Dominik Falkner

Sie freuen sich auf die große Erleichterung: Dominik Falkner und seine Daniela
Sie freuen sich auf die große Erleichterung: Dominik Falkner und seine Daniela © Starlinger

HASLACH — Die Spendenbereitschaft der Oberösterreicher hat Dominik Falkner aus Haslach (Bezirk Rohrbach) ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk beschert. Dem 52-Jährigen, der an Multipler Sklerose leidet, wird künftig ein Treppenlift mehr Bewegungsfreiheit ermöglichen.

Diagnose zum Geburtstag

Es war im August 1998, als der gelernte Zimmerer mit starken Kreuzschmerzen in der Linzer Nervenklinik Wagner Jauregg lag. Der Hausarzt vermutet einen erneuten Bandscheibenvorfall, weswegen er bereits operiert worden war. Eine Magnetresonanz-Tomografie kurz vor seinem 30. Geburtstag brachte jedoch die schlimme Diagnose Multiple Sklerose (MS). „Ein tolles Geburtstagsgeschenk, nicht wahr?“, blickt Falkner heute auf die schockierende Nachricht zurück.

Viele Krankheitsschübe

Ein Krankheitsschub folgte dem anderen, zunächst alle drei bis vier Monate, heute — dank guter Medikamente — nur noch alle sechs bis sieben Jahre. Und so hat sein Körper in den 22 Jahren schon stark nachgelassen. Der rechte Fuß will so gar nicht mehr und auch im rechten Arm hat die Sensibilität schon so stark nachgelassen, dass er nicht einmal mehr schreiben kann. Für weitere Wege ist Falkner auf den Rollstuhl angewiesen. Eine große Stütze ist nicht nur der MS-Club, sondern auch seine Ehefrau Daniela, die er 2008 bei einem MS-Ausflug kennengelernt hat. Da aber auch sie seit einem schweren Autounfall beeinträchtigt ist und Dominiks Krankheit voranschreitet, muss im Haus ein Treppenlift eingebaut werden.

Der Weg über die Stiege ist für Dominik besonders mühsam, denn er braucht beide Arme, um sich festzuhalten. So kann er selber nichts hinauf- und hinuntertragen.

Der Treppenlift-Spezialist Ganser aus St. Peter will diesen Wunsch erfüllen und auch ein Drittel des Kaufpreises übernehmen. „Wenn wir auch weltweit mit unseren Liften tätig sind, freuen wir uns sehr, hier lokal helfen zu können“, sagt Geschäftsführer Bernhard Ganser. Dank der großen Spendenbereitschaft — auch VOLKSBLATT-Leser haben mitgeholfen — wird es in den nächsten Wochen so weit sein.

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