Mühlviertler „Waffennarr“ unter Auflagen aus Haft entlassen

Von einem der größten Waffenfunde in den letzten Jahrzehnten sprach die Polizei am 6. April, als sie in der Gemeinde Rainbach (Bezirk Freistadt) im Keller eines Wohnhauses eines 65-Jährigen ein Lager aushob. Dieses umfasste eine Million Schuss Munition sowie 170 teils illegale Waffen.

Über den Pensionisten wurde daraufhin die Untersuchungshaft verhängt. Zum Verhängnis wurde dem Mann eine Anzeige seiner „Ex“, mit der er eine jahrelange außereheliche Beziehung unterhielt und die sich nach ihrem „Geständnis“ bei seiner Ehefrau von ihm bedroht fühlte.

Am Mittwoch wurde der Mühlviertler Pensionist von der Haft- und Rechtsschutzrichterin am Landesgericht Linz unter der Weisung, an einer neuen Adresse eine Wohnung zu beziehen, enthaftet. „Grund ist, dass sich im Zuge der Ermittlungen der ursprüngliche Verdacht der Weitergabe von Waffen nicht erhärtet hat“, erläutert Walter Eichinger, Pressesprecher des Landesgerichts, im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Ermittlungen laufen weiter

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Linz gegen den Pensionisten wegen des Verdachts des unbefugten Besitzes von Waffen in einer großen Anzahl sowie wegen des Verdachts, seine „Ex“ genötigt zu haben, laufen allerdings weiter. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Mühlviertler bis zu drei Jahre Haft.

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