Mutter attackiert und verletzt: 26-Jähriger unter Auflagen enthaftet

Landesgericht Salzburg erteilte Mühlviertler, der Ende August in alkoholisiertem Zustand mit 55-Jähriger in Streit geriet, sieben Weisungen

Jener 26-Jährige, der Ende August in Rohrbach im Zuge eines Streits seine Mutter (55) schwer verletzt hatte und nach seiner Verhaftung in Salzburg in U-Haft genommen wurde, ist am Montag unter Auflagen freigelassen worden.

Die Staatsanwaltschaft Linz hatte die Ermittlungen gegen den Mühlviertler wegen Körperverletzung mit schwerer Dauerfolge nach Salzburg abgetreten, weil er der Sohn eines Justizbediensteten in Linz ist und damit eine Befangenheit ausgeschlossen werden soll.

Die insgesamt sieben Weisungen an den 26-Jährigen enthalten neben einem Betretungs- und Annäherungsverbot gegen drei Personen, Bewährungshilfe, die Verpflichtung beim Onkel im Mühlviertel zu wohnen und in seiner Firma zu arbeiten.

Täglicher Alkoholtest bei Polizei nötig

Weiters darf er keinen Alkohol trinken und muss sich täglich bei der Polizei einem Alkoholtest unterziehen. Schließlich fasste der junge Mann auch ein Anti-Gewalttraining und eine Psychotherapie aus. „Hält der Verdächtige eine der Weisungen nicht ein, wird er umgehend verhaftet“, erläutert Peter Egger, Mediensprecher des Landesgerichts Salzburg, im Gespräch mit dem VOLKSBLATT.

Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat dagegen Beschwerde erhoben, über die das Oberlandesgericht Linz entscheiden muss. Der 26-Jährige war am 30. August in alkoholisierten Zustand mit seiner Mutter im Wohnhaus der Familie in Streit geraten.

Er dürfte die 55-Jährige mehrmals geschlagen haben. Eine Augenzeugin hatte aus Angst fluchtartig das Haus verlassen. Danach ging bei der Rettung ein Notruf im Zusammenhang mit einem Sturz über eine Stiege ein. Die Helfer fanden die schwer verletzte Mühlviertlerin auf der Kellertreppe. Sie wurde nach der Erstversorgung im Klinikum Rohrbach in die Linzer Uniklinik überstellt, wo sie in den künstlichen Tiefschlaf versetzt worden ist. Der Sohn flüchtete und konnte am 24. September im Bezirk Urfahr-Umgebung verhaftet werden.

Von Heinz Wernitznig

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