Muttertag bringt Floristen schon jetzt in Hochstimmung

Nach den Ausgangsbeschränkungen ist in der Branche der Optimismus spürbar – Wirte hätten sich Aufsperren schon ein paar Tage früher gewünscht

Das freut die Mama: Blumen und ein Bussi lassen Mütterherzen nicht — nur — aber besonders am Muttertag höher schlagen. © JenkoAtamann - stock.adobe.com

Nicht nur für Mütter ist der kommende Sonntag ein ganz besonderer Tag. Auch wenn die in liebevoller Handarbeit mehr oder weniger geschickt gebasteltenGeschenke selbstverständlich nicht zu schlagen sind, so greifen viele Österreicher am Muttertag dennoch gerne und tief in die Taschen, um ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.

Kein Wunder, dass der Ehrentag der Mütter daher auch für etliche Branchen ein Feiertag ist.

Arrangements mit heimischen Blumen

Vor allem bei den Floristen und in Blumenhandlungen herrscht Hochbetrieb und spürbarer Optimismus. Landesinnungsmeisterin Elke Lumetsberger ortet bereits jetzt große Nachfrage: Auch deshalb, weil Besuche seit kurzem wieder möglich seien. Nach der langen Zeit der Ausgangssperren herrscht großer Nachholbedarf, es sei daher naheliegend, dass am Muttertag – quasi als Rückkehr zur Normalität – viele Familientreffen geplant sind. „Blumenpräsente gehören da einfach dazu“, spricht sie aus Erfahrung.

Sie appelliert an die Kunden, nach Möglichkeit bereits im Vorhinein zu bestellen. Dadurch lassen sich Staus und Menschenansammlungen in und vor den Geschäften vermeiden, so Lumetsberger. Preislich bewegt sich der Durchschnitt der floralen Geschenke am Muttertag übrigens bei etwa 40 Euro, sagt die Innungschefin.

Besonders hoch im Kurs stehen heuer natürliche, frühsommerliche Arrangements mit heimischen Blumen. Beliebt sind auch Kräutervariationen für die Küche, die später im Garten ausgesetzt werden können. Und wer auf Nummer sicher gehen will, kann mit Rosen praktisch gar nichts falsch machen. Sie führt die Beliebtheitsskala unter den Muttertags- geschenken mit ihren vielen verschiedenen Farben seit Jahren an.

Wirte bieten ihre Kochkünste an

Auch in der Gastronomie zählt der Muttertag seit Jahren zu einem wichtigen Umsatzbringer. Verständlich, dass manche Wirte daher enttäuscht sind, dass sie erst am 15. Mai öffnen dürfen. „Ich frage mich, ob es wirklich auf diese paar Tage angekommen wäre“, lässt der rührige Gastronom Peter Haudum aus Helfenberg Kritik am Öffnungsplan durchdringen. Wie vieler seiner Branchenkollegen, ist aber auch er nicht untätig: Auf seiner Homepage www.haudum.at bietet er ein spezielles Muttertagsmenü zum Abholen an. Wer den Müttern das Kochen und dem Rest der Familie die eigenen Kochkünste ersparen will, kann sich hier bedienen.

Auch in Freistadt darf man den Müttern einen freien Tag gönnen ohne deswegen hungrig oder kulinarisch untersorgt bleiben zu müssen. Herbert Gossenreiter vom Traditions-Wirtshaus Vis à Vis (www.gasthaus-visavis.at) springt kochtechnisch in die Bresche und bietet ein frisch gekochtes regionales Muttertagstischbüffet zum Abholen an.

Ein feines Goutmet-Sackerl hat Manuel Grabner vom Holzpoldl in Lichtenbergl geschnürt. Unter dem Motto „Wenn Sie nicht zu uns kommen können, kommen wir zu Ihnen“ wird das frisch gekochte und liebevoll verpackte Muttertags-Menu am Samstag in Linz und Umgebung zugestellt. Vorbestellungen sind bis Donnerstag, 18 Uhr, notwendig (www.holzpoldl.at) .

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