Mythos Hahnenkamm: Kitzbühel von A-Z

Daten, Fakten, Zahlen und auch Kurioses zur Jubiläumsauflage des Ski-Highlights

Der Mythos Hahnenkammrennen. Dass der namensgebende Berg an den Kamm eines Hahns erinnert, liegt auf der Hand.

Doch Kitzbühel ist noch viel mehr, wie dieser Streifzug von A bis Z zeigt.

Ausnahmezustand. Knapp 100.000 Zuschauer sahen die Rennen 1999, im Vorjahr waren es 94.500 und der Schnitt im neuen Jahrtausend beträgt (inklusive Rahmenprogramm) auch rund 78.000 Fans. Das sorgt in der 8000-Einwohner-Stadt stets für Ausnahmezustand und Party bis zum Abwinken.

Benefiz. Der Reinerlös der KitzCharity Trophy, bei der heuer zum 23. Mal wieder viele Promis die Skier anschnallen, kommt traditionell in Not gekommenen Bergbauern zu Gute.

Cuche, Didier. Der Schweizer ist mit fünf Abfahrtssiegen auf der Streif alleiniger Rekordhalter.

Debakel. Österreichs schlechtestes Kitzbühel-Rennen war der Slalom 1976, als Thomas Hauser als Bester nur Rang 25 erreichte.

Einlage. Christian Ghedina verblüffte 2004 beim Zielsprung mit einer Grätsche (und wurde trotzdem noch Sechster).

Fangnetze. 1978 wurde erstmals ein Hochsicherheitsnetz, ein sogenanntes A-Netz, angebracht.

Gondel und Gams. Wer in Kitzbühel gewinnt, bekommt nicht nur einen Pokal in Gams-Form, sondern wird auch auf einer Gondel geehrt.

Königsdisziplin seit 2017 nicht mehr im Programm

Höhenunterschied. Auf der Abfahrtsstrecke haben die Asse eine Höhendifferenz von 860 Meter, im Slalom von 193 Meter zu bewältigen.

Investitionen. Für die Abwicklung der Rennen sind rund 7,5 Millionen Euro veranschlagt, wovon allein 50 Prozent in Piste und Zielstadion investiert werden.

Jubiläum. 1931 zum ersten Mal ausgetragen, erleben die Hahnenkammrennen heuer ihre 80. Ausgabe.

Kombination. Einst die Königsdisziplin mit drei Vierfachsiegern — Andreas Molterer (Ö), Ivica Kostelic (CRO) und Kjetil Andre Aamodt (NOR), seit 2017 aber nicht mehr im Kitzbühel-Programm.

16 Nationen stehen in den Siegerlisten

Länderwertung: Bisher haben Athleten aus 16 Nationen zumindest ein Hahnenkammrennen gewonnen, es führt Österreich (114 Siege) vor Frankreich (35), der Schweiz (31) und Norwegen (14). Dazu kommen Italien (13), Deutschland (11), USA (9), Schweden (8), Luxemburg (7), Kroatien (5) Liechtenstein (5), Kanada (4), Finnland, Slowenien und Tschechien (je 2) sowie Großbritannien (1).

Mausefalle. Der wohl berühmteste Abschnitt im Ski-Weltcup, der übrigens mit 85 Prozent die steilste Stelle der Strecke darstellt.

Naturschnee ist heuer auf der Strecke praktisch nicht vorhanden, die Unterlage besteht aus 90 bis 95 Prozent maschinell erzeugtem Schnee. Der Vorteil ist die Gleichmäßigkeit.

ORF ist mit großem personellen und technischem Aufwand im Einsatz: Rund 50 km Kabel wurden verlegt und bis zu 40 Kameras stehen zur Verfügung. Als Experten sind Armin Assinger, Hans Knauß, Thomas Sykora und Benni Raich vor Ort.

Preisgeld. Am Wochenende werden 725.000 Euro ausgeschüttet, das mit Abstand höchste Preisgeld im Ski-Weltcup. So kassieren die Sieger in Abfahrt und Slalom je 100.000 Euro, jener im Super-G 68.500.

Quoten. Der ORF darf sich wohl auf noch bessere Einschaltziffern als zuletzt bei den Wengen-Rennen freuen, die insgesamt 2,3 und in der Spitze bis zu 1,2 Millionen Zuschauer bei der Abfahrt verfolgten.

Rekordsieger im Slalom ist der Schwede Ingemar Stenmark mit fünf Erfolgen.

Streckenrekord. Wird vom Kärntner Olympiasieger Fritz Strobl in 1:51,58 gehalten und datiert aus dem Jänner 1998.

Weißwurstparty und Tempojagd im Zielschuss

Titelverteidiger sind heuer Josef Ferstl (D/Super-G) und Clement Noel (FRA/Slalom), Abfahrtssieger Dominik Paris fehlt verletzungsbedingt.

Umsatz: Der Großraum Kitzbühel setzt allein an diesem Wochenende rund 47 Millionen Euro um.

Vips sind das Salz in der Hahnenkammsuppe, auch heuer wird das Feld von Hollywood-Legende Arnold Schwarzenegger angeführt.

Weißwurstparty im Stanglwirt in Going, der wohl berühmteste Society-Event am Rennwochende, der am Freitag bereits in seine 29. Auflage geht.

X-Large ist das Medieninteresse, rund 700 Journalisten aus 30 Nationen sind alljährlich akkreditiert, durchschnittlich berichten 45 TV-Stationen aus aller Welt.

Youtube. Wer eine Siegerfahrt oder einen Sturz aus der Vergangenheit noch einmal sehen will, ist beim Videoportal gut aufgehoben.

Zielschuss. Krönender Abschluss der 3312 Meter langen Strecke, in der Kompression wird die Höchstgeschwindigkeit von rund 140 km/h erreicht.

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