Nach Bluttat in Regau lädt Bürgermeister zum Sicherheitsgipfel

Dabei sollen diverse Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, etwa ein Waffenverbot oder mehr Polizeistreifen, besprochen werden

REGAU — Auch zwei Tage nach der Schlägerei in einem Lokal in Regau (Bez. Vöcklabruck) mit einem Toten und mehreren Verletzten sind noch immer viele Gemeindebürger geschockt. Laut Bürgermeister Peter Harringer (ÖVP) habe die mediale Darstellung von Regau als Kriminalitäts-Hotspot zu einer Verunsicherung geführt.

Aktuell prüfe man verschiedene Ansätze, wie man künftig solche Taten verhindern könne. Bei einem Sicherheitsgipfel am Mittwoch mit Polizei- und Gemeindevertretern will der Bürgermeister diverse Maßnahmen diskutieren. „Angedacht werden etwa ein Waffenverbot rund um die Ausgehmeile beim Einkaufszentrum und mehr Polizeistreifen“, so Harringer zum VOLKSBLATT.

Der Ortschef plädiert dafür, die Ängste und Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen, aber nicht mit ihnen zu spielen. „In dem betroffenen Lokal hat es zuvor noch nie etwas gegeben. Die verheerende Schlägerei hätte auch in jedem anderen Lokal in jeder anderen Gemeinde passieren können“, betont Harringer.

Stich als Todesursache

Wie berichtet waren bei der Schlägerei auch Messer im Spiel, der getötete 29-jährige Mazedonier wies eine Stichverletzung auf. Laut Obduktion war diese die Todesursache. Neun Personen wurden verhaftet, mittlerweile wurde über fünf die Untersuchungshaft verhängt. Auch der schwerverletzte, noch im Spital befindliche Beteiligte wurde einvernommen. Laut Staatsanwaltschaft Wels sind die Ermittlungen – insbesondere zur Tatwaffe – aber noch nicht beendet.