Nach dem „Frühling“ kam der Sturm

Erst 18 Grad, dann Windgeschwindigkeit bis zu 99,7 km/h am Samstag

Nach dem „Frühling“ kam der Sturm

Frühlingstemperaturen im tiefsten Winter: Am Samstag war es praktisch in ganz Österreich ungewöhnlich warm. An rund 180 Wetterstationen — von insgesamt 280 — der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) wurden mehr als zehn Grad Celsius registriert, an vielen Messstationen kratzten die Temperaturen an der 18-Grad-Marke. In Linz und vielen anderen Städten wurden die ersten Gastgärten geöffnet, Fußgänger und Wanderer zog es in Scharen in die freie Natur. Nach dem warmen Lüfterl tagsüber änderte sich das Wettergeschehen jedoch in den Nachtstunden.

18.000 Haushalt ohne Strom

Ein stürmische Kaltfront zog über das Bundesland. Bis zu 99,7 km — gemessen in Enns — erreichten die Windspitzen. Bäume wurden umgeweht, Dächer abgedeckt. Insgesamt waren 80 Feuerwehren mit rund 1500 Helfern im Einsatz, um Schäden zu beseitigen.

Der Sturm verursachte auch Stromausfälle. Ab zwei Uhr morgens waren etwas mehr als eine Stunde lang rund 18.000 Haushalte betroffen, teilte die Energie AG Sonntagvormittag mit. Bis Sonntagmittag konnte die Stromversorgung überall wieder hergestellt werden.

Fünf Passagiere aus Zug evakuiert

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Glimpflich endete ein Vorfall in Piberbach (Bezirk Linz-Land), wo in der Nacht ein Baum in die Oberleitung der Pyhrnbahnstrecke fiel. Gegen fünf Uhr prallte ein Nahverkehrszug der ÖBB gegen den umgestürzten Baum und kam in Folge zum Stillstand. Die fünf Personen im Zug – drei Fahrgäste, der Lokführer sowie der Zugbegleiter – mussten rund zwei Stunden im Zug ausharren und wurden gegen sieben Uhr von der Feuerwehr unverletzt aus dem Zug evakuiert. Die Oberleitung wurde durch den Unfall auf einer Länge von 50 bis 100 Metern beschädigt. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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