Nach der Grippe wieder fit werden

Die Grippewelle hat Österreich fest im Griff. An allen Ecken wird geschnieft und gehustet. Nach der überstandenen Grippe braucht der Körper Zeit zur Erholung. Die richtige Ernährung unterstützt auf dem Weg zum Gesundwerden. Leichte, eiweißreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Huhn und Fisch stärken die während der Bettruhe abgebaute Muskulatur.

Eine Hühnersuppe hilft, wieder fit zu werden. © NewAfrica - stock.adobe.com

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – die Grippewelle hat Österreich fest im Griff. Nach ein bis zwei Wochen haben die meisten Menschen die Beschwerden überstanden, doch oft bleibt eine allgemeine körperliche Schwäche.

Primar Bernhard Mayr, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Salzkammergut-Klinikum Gmunden, erklärt: „Eine längere Bettruhe verursacht einen Verlust von Muskelkraft und körperlicher Kondition, zudem wird das Herz-Kreislauf-System belastet. Daher ist die Leistungsfähigkeit vorübergehend reduziert und die Erholungsphase nach der Krankheit dauert länger.“

Rezept.Tipp

Hühnersuppe

Zutaten für 2 Portionen: 250 g Hühnerfleisch, 1 Karotte, ½ Pastinake, ¼ Sellerieknolle, ½ Lauchstange, 100 g Erbsen, 75 g Nudeln, ½ Liter Wasser, Salz und Pfeffer, ev. Suppenwürze, Pimentkörner, Lorbeerblätter, Kurkuma, Muskat, Petersilgrün, Olivenöl

Zubereitung: Gemüse schälen und in kleine Würfel bzw. Ringe schneiden. Hühnerfleisch waschen, trocken tupfen und in kleine Würfel schneiden. Petersilgrün waschen, trocken schleudern und fein hacken. Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen. Gemüse darin anschwitzen. Mit Wasser aufkochen lassen. Gewürze dazugeben und etwa 10 Minuten kochen lassen.
Das Hühnerfleisch und die Nudeln in den Topf geben. Die Suppe mit Kurkuma und Muskat würzen, gut verrühren und etwa 5 Minuten kochen lassen. Die Erbsen zur Suppe geben, mit Pfeffer und Salz abschmecken und nochmal 5 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss die Lorbeerblätter und die Pimentkörner aus der Suppe fischen und die gehackte Petersilie unterrühren.

Als Faustregel gilt: So lange wie die Erkrankung gedauert hat, so lange braucht man, um wieder fit zu werden. Ältere Menschen benötigen oft mehr Zeit. Mayr empfiehlt, die Genesungsphase mit ausreichend Schlaf und Ruhe zu unterstützen. Weil die Lunge beim Liegen schlechter mit sauerstoffreicher Luft versorgt wird, sollte so bald wie möglich wieder Bewegung in den Alltag eingebaut werden.

Doch ein volles Fitnessprogramm ist in der Rekonvaleszenz nicht ratsam: Kurze, langsame Spaziergänge an der frischen Luft kräftigen Lunge, Muskulatur und Abwehrkräfte. Die Dauer kann dabei täglich leicht gesteigert werden.

Die richtige Ernährung unterstützt den Körper auf dem Weg zum Gesundwerden. Leichte, eiweißreiche Lebensmittel wie Haferflocken, Huhn und Fisch stärken die während der Bettruhe abgebaute Muskulatur. Viel Obst und Gemüse sowie pflanzliche Öle wie Lein- oder Distelöl versorgen das Immunsystem mit Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten.

Gedünstete Lebensmittel sind für den Magen bekömmlicher als Gebratenes oder Rohkost. Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Form von warmen Kräutertees und stillem Wasser, um die Nieren in ihrer Arbeit zu unterstützen. Alkohol, Kaffee, Zucker und Nikotin wirken sich negativ auf den Heilungsprozess aus und sollten vermieden werden.

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