Nach der US-Wahl: Biden trotzt Trump und demonstriert Tatendrang

Übergangsteam nominiert Stabschef – Internationale Gespräche laufen

Demokrat Joe Biden ist gewählter US-Präsident. Ohne wirkliche Unterstützung der Republikaner muss er sich weiter auf eigene Faust auf sein Amt vorbereiten.
Demokrat Joe Biden ist gewählter US-Präsident. Ohne wirkliche Unterstützung der Republikaner muss er sich weiter auf eigene Faust auf sein Amt vorbereiten. © AFP/Joe Raedle/Getty Images

Trotz des Widerstands von Amtsinhaber Donald Trump treibt der gewählte US-Präsident Joe Biden die Zusammensetzung seiner Regierung weiter aktiv voran. Sein langjähriger Vertrauter Ron Klain soll nun Stabschef im Weißen Haus und damit einer seiner wichtigsten politischen Berater werden, wie Bidens Übergangsteam mitteilte. Biden und Klain haben bereits in der Vergangenheit im Weißen Haus zusammengearbeitet, als Biden Vizepräsident unter Barack Obama war. Trump hat seinen Stabschef mehrfach ausgewechselt – Mark Meadows ist mittlerweile der vierte in dem Amt.

Biden führte zudem bereits weitere internationale Gespräche – diesmal mit den Staats- und Regierungschefs von Japan, Australien und Südkorea, die ihm zum Wahlsieg gratulierten.

Der Demokrat war am Samstag aufgrund von Erhebungen und Prognosen von US-Medien zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt worden. Der Republikaner Trump weigert sich bisher, seine Niederlage einzugestehen. Er stellt sich als Opfer systematischen Wahlbetrugs dar, ohne dafür irgendwelche Beweise vorzulegen, und klagt in mehreren US-Bundesstaaten.

Arbeitsminister Sanders?

Der linke Senator und demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders (79) brachte sich unterdessen für das Arbeitsministerium in Stellung. „Wenn ich ein Ressort hätte, das es mir ermöglichen würde, für die Arbeiterfamilien einzutreten und zu kämpfen, würde ich es tun? Ja, würde ich“, so Sanders im TV-Sender „CNN“.

Je niedriger der Grad der Ausbildung, desto eher fiel übrigens die Stimme für Trump aus. Das kam bei einer Umfrage im Auftrag der Nachrichtenagentur AP und mehrerer US-Medien heraus. 52 Prozent der Männer stimmten für Trump, aber nur 44 Prozent der Frauen. Außerdem: Je jünger, desto mehr Zustimmung für Biden.

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