Nach der „Watschn“ schlug LASK zurück

Philipp Wiesinger schoss die Linzer in Minute 89 ins große Glück und zum ersten Sieg gegen Rapid seit der Bundesliga-Rückkehr

FUSSBALL: TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: LASK LINZ - SK
FUSSBALL: TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG: LASK LINZ - SK © APA/EXPA/JFK

Von Christoph Gaigg

Diese Mannschaft haut einfach gar nichts um! Nicht einmal die schmerzhaftesten Nackenschläge, so wie das dramatische Aus in der Europa League gegen Besiktas oder das späte 1:1 gegen Rapid. Und so krönte der LASK den inoffiziellen Feiertag (19.08.) mit dem 2:1-Siegtor durch Philipp Wiesinger (89.) und dem ersten Dreier gegen die Wiener seit der Rückkehr in die Bundesliga.

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„Es gibt kein schöneres Gefühl, als daheim gegen Rapid in der 90. Minute das Siegtor zu schießen“, strahlte Wiesinger vor Glück. Trainer Oliver Glasner, der nach dem 2:1 jubelnd aufs Feld stürmte, konnte vor seinen Mentalitätsmonstern nur noch anerkennend den Hut ziehen. „Aller-, allergrößten Respekt. Wir haben wieder eine Watschn erhalten, sind aber wieder aufgestanden, sind nicht zusammengebrochen. Großes Kompliment.“

„Das schönste Tor meiner Karriere“

Der Sieg fiel in die Kategorie verdient. 19:8 Torschüsse sprachen Bände, schon vor dem Prachtschuss von Christian Ramsebner zum 1:0 hätten die Athletiker dank zahlreicher Chancen in Führung gehen müssen. Doch dann kam Ramsebner, fasste sich aus 30 Metern ein Herz und traf Rapid in Selbiges. „Ich habe gleich gemerkt, dass ich ihn unglaublich getroffen habe. Das schönste Tor meiner Karriere“, jubelte jener Mann, der alle neun Pflichtspiele über 90 Minuten bestritten hat. Und fast vom Helden zum Pechvogel geworden wäre: Referee Hameter entschied auf Handelfmeter, obwohl Ramsebner der Ball eher an die Brust gesprungen war (84.). Den Penalty parierte der bärenstarke Alex Schlager, der sich zuvor bei einem Freistoß sehenswert ausgezeichnet hatte. Doch nur Sekunden später war bei einem Berisha-Schuss nichts zu halten, 1:1!. „Da dachten wir: ‚Das gibt’s nicht, schon wieder’“, gab Glasner nach Schlusspfiff zu. Ehe Wiesinger nach einer Standardsituation die bis auf den Auswärtssektor ausverkaufte TGW-Arena zum Kochen brachte.

Schon vor dem Match kochten leider einige „Fans“ völlig über. In einer Gaststätte am Urfahrmarktgelände lieferten sich rund 80 LASK- und Rapid-Anhänger eine Massenschlägerei, verletzt wurde laut Polizeiangaben niemand.