Nach Pflichterfüllung wartet doch ein Finale

ÖFB-Team nach mühevollem 2:1 über Nordirland am Mittwoch gegen Norwegen

FUSSBALL NATIONS LEAGUE: ??STERREICH - NORDIRLAND

„Es war kein überragendes Spiel“, gestand Teamchef Franco Foda, versuchte aber sogleich auch zu relativieren. Eine Bestandsaufnahme.

Das Wichtigste:

Auch wenn die Leistungen derzeit nicht gerade berauschend sind, ist Österreichs Nationalmannschaft auf dem Erfolgsweg. Von den sieben Länderspielen des Jahres 2020 wurden bei einem 2:3 gegen Rumänien sechs gewonnen, zuletzt sogar fünf in Folge. Da gibt’s wahrlich nichts zu mekern.

Spielerische Mängel:

Trotzdem ist unübersehbar, dass derzeit nicht alles rund läuft, dass gegen tief stehende Gegner teilweise die Ideen sowie die Geschwindigkeit und die Genauigkeit im Passspiel fehlen.

Fehlender Mut:

Das hat sicher auch mit der weiterhin vorsichtigen taktischen Ausrichtung von Teamchef Foda zu tun. In der Startaufstellung standen mit Sabitzer und Gregoritsch nur zwei echte Offensivspieler. Auch von Offensivpressing war wieder einmal entsprechend wenig zu sehen.

Stechende Joker:

Besser wurde es erst, als mit Schaub (Tor zum 1:1), Grbic (Assist zum 1:1 und Tor zum 2:1), Arnautovic (Assist zum 2:1) und Ranftl frische und auch zusätzliche Offensivkräfte eingewechselt wurden.

Charakter gezeigt:

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An einem Tag, an dem nicht viel gelungen ist und in einem Spiel, das für den Ausgang der Gruppe 1 in der Liga B der Nations League völlig unbedeutend war, steckte das Team einen späten Rückstand weg und drehte die Partie. „Das zeigt den Charakter der Mannschaft“, freute sich David Alaba.

Herausfordernde Situation:

„Auch wenn wir besser spielen können, muss man das Gesamtpaket sehen, und was im Moment alles passiert“, erinnerte Foda an die schwierigen Umstände wie den extrem dichten Terminkalender für viele Teamspieler oder die personelle Ungewissheit, die ob Corona-Infektionen oder Quarantäne immer wieder herrscht.

Fazit:

Auch deshalb haben die zuletzt errungenen Arbeitssiege durchaus ihren Stellenwert. Vor allem, wenn am Mittwoch gegen Norwegen der Gruppensieg perfekt gemacht wird, wofür schon ein Remis genügen würde.

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