ÖFB-Team: Nach Punkteteilung wartet Pflichtsieg

Fußball-Teamchef Foda kündigte nach 2:2 für Sonntag gegen Färöer frische Kräfte an

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„Es war für mich unnötig, wir haben hier zwei Punkte liegen gelassen“, bilanzierte ÖFB-Teamchef Franco Foda nach dem Remis in Glasgow.

„Über 90 Minuten wäre mehr drinnen gewesen, aber so ist der Fußball. Auf diesem Niveau entscheiden oft Details.“ Was dem Deutschen sonst (miss-)fallen hat?

Die Fehleranfälligkeit in der Abwehr: „Da haben wir gerade bei Standardsituationen einen Fehler zu viel gemacht“, so Foda. Er führte diesbezüglich aber auch das Fehlen von Abwehrchef Martin Hinteregger, der gegen Färöer und am Mittwoch gegen Dänemark erneut nicht zur Verfügung steht, ins Treffen: „Da muss man auch gewisse Abstriche machen.“

Torhüter Alexander Schlager: Bewertete Foda als „insgesamt zufriedenstellend“, obwohl der LASK-Keeper beim 1:1 wie auch Ilsanker nicht die beste Figur machte. Die Situation im Kampf um das Einserleiberl habe sich dadurch laut Foda aber nicht verändert.

Der Spielaufbau: In Ballbesitz habe man, vor allem in Hälfte eins, zu viel quer und nach hinten gespielt, bemängelte Foda.

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Die Mentalität: Lobte der Teamchef ausdrücklich, weil die Mannschaft nach den Turbulenzen im Vorfeld (Stichwort Kadernominierung) am Spieltag auch noch den Ausfall von Marcel Sabitzer wegstecken musste.

Sasa Kalajdzic: „Er hat sich in den letzten Monaten extrem entwickelt, ist jetzt vor dem Tor sehr abgezockt“, lobte Foda den Stuttgart-Stürmer, der bei seinem ersten Länderspiel von Anfang an gleich doppelt traf. „Ich bin extrem stolz darauf und hoffe, da werden noch viele weitere Tore folgen“, so Kalajdzic.

„Es wird auf jeden Fall ein Tag sein, den ich nie vergessen werde“, meinte der 23-Jährige — auch wenn er lieber über drei Punkte gejubelt hätte. „Es ist immer irgendwie komisch, wenn man nicht gewinnt. Die zwei Tore sind schön, aber für mich ist wichtiger, dass die Mannschaft erfolgreich ist.“

„Nicht den Gegner unterschätzen“

Das soll schon am Sonntag in Wien der Fall sein, dem ÖFB-Teamchef ist klar: „Das Spiel müssen wir unbedingt gewinnen, da müssen drei Punkte her“, so Foda.

Mit Blickrichtung Dänemark plant er aber einige Umstellungen: „Es gibt schon die eine oder andere frische Kraft am Sonntag. Man darf im Vorfeld aber nicht den Fehler machen, den Gegner zu unterschätzen.“ Rotation auf Teamebene, sozusagen. Das könnte Spieler wie Reinhold Ranftl (LASK), Clemens Trimmel, Andreas Ulmer oder Louis Schaub in die Startformation bringen.

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