Nach Raketenangriffen: Israel beschoss Hamas-Stellungen

Nach erneuten Raketenangriffen aus dem Gazastreifen hat die israelische Armee am Sonntag Stellungen der islamistischen Hamas in dem Palästinenser-Gebiet angegriffen. Militante Palästinenser hatten zuvor zwei Raketen auf Israel abgefeuert. Die Raketenangriffe erfolgten ein Jahr nach der gezielten Tötung des Militärchefs der Organisation Islamischer Jihad, Baha Abu al-Ata, durch die israelische Luftwaffe.

In der israelischen Küstenstadt Ashdod heulten in der Nacht die Warnsirenen, wie die Armee mitteilte. Das Raketenabwehrsystem Iron Dome sei eingesetzt worden. „Als Reaktion griffen israelische Kampfjets, Kampfhubschrauber und Panzer Militärposten und eine unterirdische Einrichtung der Hamas an“, hieß es in der Armeemitteilung. Nach Hamas-Angaben verursachten die Angriffe im Norden und Süden des Küstenstreifens Sachschäden. Es gab jedoch keine Angaben zu Verletzten.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sprach am Sonntag eine scharfe Warnung an die militanten Gruppierungen im Gazastreifen aus. „Ich warne die Terrororganisationen in Gaza, stellen Sie uns nicht auf die Probe – selbst während der Coronakrise“, sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros. Er wolle nicht ins Detail gehen, „aber der Preis für weitere Aggressionen wird sehr, sehr hoch sein“.

Ende August hatte die Hamas nach Vermittlung Katars eine Waffenruhe mit Israel verkündet. Danach gab es aber bereits mehrere Verstöße. Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Maßnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen am Mittelmeer. Die islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft.

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