Nach Schussunfall: Milizsoldat hatte Entladung vergessen

Vorfall passierte nach Beendigung des Grenzsicherungsdienstes — 20-jähriger Steyrer nach Notoperation am Weg der Besserung

BAD RADKERSBURG — Nach dem Schussunfall in der Kaserne Bad Radkersburg befindet sich der verletzte Soldat laut Polizei auf dem Weg der Besserung. Sie gab gestern auch Details über den Unfallhergang bekannt.

Demnach waren gegen 11.15 Uhr vier Soldaten — drei Kärntner und der 20-jährige Steyrer — nach ihrem Grenzsicherungsdienst in die eigentlich bereits aufgelassene Kaserne zurückgekehrt. Dort mussten sie ihre Dienstwaffen abgeben. Davor galt es aber, die Glock-Pistolen in der Lade- und Entladebox im Freien zu entladen.

Kärntner hatte die Kollegen kontrolliert

Der Vorgang wurde von einem 26-jährigen Milizsoldaten aus Klagenfurt überwacht. Als die Männer ihre Waffen wegschließen wollten, löste sich aus der Pistole des 26-Jährigen unerwartet ein Schuss — offenbar hatte der Mann zuvor vergessen, auch seine eigene Dienstwaffe zu entladen. Das abgefeuerte 9-mm-Projektil traf den unmittelbar neben ihm stehenden Grundwehrdiener in der Leistengegend.

Heeres-Sanitäter und ein Notarzt sorgten für eine rasche medizinische Hilfe für den Steyrer. Dieser wurde im Anschluss mit dem Rettungshubschrauber „Christophorus 12“ ins LKH Graz geflogen, wo er operiert wurde. Die betroffenen Soldaten wurden unterdessen von einem Militärpsychologen betreut.

Hergang schlüssig

Laut Polizei stimmt die Spurenlage mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen überein, heißt: Derzeit besteht kein Zweifel an der Unfallversion. Die Dienstwaffe wurde sichergestellt. Sie wird noch kriminaltechnisch untersucht.

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