Nach tödlicher Messerattacke ermitteln Anti-Terror-Spezialisten

Bei Attacke in Paris waren am Donnerstag fünf Menschen gestorben

FRANCE-POLICE-ASSAULT

Nach der tödlichen Messerattacke am Donnerstag im Pariser Polizeihauptquartier haben Anti-Terror-Spezialisten der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Bei der Attacke waren fünf Menschen getötet worden – vier Mitarbeiter und der Angreifer. Der mutmaßliche Täter war 45 Jahre alt und arbeitete seit 2003 als Angestellter im Polizeihauptquartier. Der Tatverdächtige sei vorher nie negativ aufgefallen.

Das Motiv des Angreifers war vorerst unklar gewesen. Medien berichteten ursprünglich, wahrscheinlicher Hintergrund der Tat sei ein interner Konflikt innerhalb der Polizeibehörde. Ein terroristischer Hintergrund wurde aber von Beginn an nicht dezidiert ausgeschlossen. Details bezüglich der Anti-Terror-Ermittlungen gab es vorerst keine.

Der Mitarbeiter des Polizeihauptquartiers im Herzen von Paris hatte vier Menschen mit einem Messer getötet und war dann erschossen worden. Bei den Opfern soll es sich um drei Männer und eine Frau handeln.

Berichten zufolge war der 45-Jährige als Informatiker in der als sensibel geltenden Abteilung „Direction de renseignement“ der Polizeibehörde eingesetzt – in dieser Abteilung geht es unter anderem auch um den Kampf gegen Terrorbedrohungen. Er sei ein vorbildlicher Beamter gewesen, der von seinen Kollegen sehr geschätzt worden sei, hieß es.

Stimmen gehört

Medien berichteten unter Berufung auf Polizeikreise, der Täter habe nach Angaben seiner Frau vor der Attacke „Visionen gehabt“ und „Stimmen gehört“. Der Vater von zwei Kindern im Alter von drei und neun Jahren war schwerhörig und galt als behindert.

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