Nach Turnaround will der LASK nachlegen

Die Athletiker nehmen am Sonntag bei Sturm die zweite Hälfte der Meisterrunde in Angriff

Mit einem weiteren Sieg kann der LASK (Bild: Joao Klauss/l.) den SK Sturm in der Tabelle endgültig abschütteln.

„Es war befreiend — aber nicht mehr“, hatte LASK-Trainer Valerien Ismael unmittelbar nach dem erlösenden 4:0 unter der Woche gegen Sturm gewarnt. Der Franzose weiß: Der ersehnte erste Sieg in der Meistergruppe war nur dann Gold wert, wenn die Linzer auch im Retourmatch am Sonntag (19.30) in Graz nachlegen.

„Für uns gilt es, die gleiche Leistung wie zuletzt im Heimspiel auf den Platz zu bringen. Insbesondere müssen wir den Kampf wieder annehmen“, betonte Dauerbrenner Reinhold Ranftl (Bild links), der knapp vier Jahre das Trikot des SK Sturm getragen hatte. Genau das forderte auch der Trainer: „Es gilt für uns nun, genau dort anzuknüpfen, wo wir zuletzt aufgehört haben. Wir wollen nachlegen. Es wird darum gehen, konzentriert und willig in dieses Spiel zu gehen.“

LASK vermutet offensiver eingestellte Grazer

In Pasching hatten die Grazer speziell in Hälfte eins durch offensive Harmlosigkeit auf sich aufmerksam gemacht. „Ich denke, dass Sturm möglicherweise etwas offensiver als zuletzt auftreten wird, darauf müssen wir eingestellt sein“, meinte Ranftl. Stefan Haudum warnte vor einem aufgestachelten Gegner, zumal die Steirer, die erneut von Assistenzcoach und Trainer-Bruder Nikon El Maestro gecoacht werden, erst drei Punkte in der Meistergruppe geholt haben. „Sturm wird das Ergebnis vom Mittwoch sicher wettmachen wollen. Sie werden Gas geben, wir müssen hier dagegenhalten.“

Top-Bilanz unter Ismael

Die wenig attraktive Spielweise unter den El Maestros spricht aber ebenso wenig für ein Feuerwerk des Tabellensechsten, wie die jüngste Bilanz gegen den LASK: In den vier Duellen unter Trainer Ismael gab es drei Linzer Erfolge (4:0, 2:0, 2:0) sowie das spektakuläre 3:3 in Pasching nach einem 0:3-Rückstand der Athletiker. In der Merkur-Arena, wo es in den Jahren zuvor kaum etwas zu holen gegeben hatte, scheinen sich die Oberösterreicher mittlerweile auch wohlzufühlen. Die letzten drei Begegnungen gingen alle an den LASK. „Wir haben in der jüngeren Vergangenheit in Graz gut ausgesehen“, bestätigte Dominik Frieser. „Das wollen wir genauso bestätigen, wie unsere zuletzt gezeigte Leistung. Wenn wir unsere beste Performance auf den Platz bringen, werden wir als Sieger vom Platz gehen.“

„Mehr Entschlossenheit und Überzeugung“

Zumal sich die Schwarz-Weißen, die erneut ohne Goiginger, Potzmann und Wostry auskommen müssen, für die zweite Saisonhälfte der Meisterrunde einiges vorgenommen haben. Denn mit den vier Zählern aus dem ersten Abschnitt konnte sich niemand so recht anfreunden. „Wir wollen mit mehr Entschlossenheit und Überzeugung in diese zweite Hälfte reingehen, um mehr Punkte zu holen“, betonte Ismael.

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