Nach Verkehrskontrolle lief Mann Amok: Sieben Tote und 20 Verletzte

Schütze rastete in Midland und Odessa aus — Unter den Verletzten ist ein 17 Monate altes Baby, das im Gesicht getroffen wurde

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HOUSTON — Nach einer Verkehrskontrolle hat ein Schütze im US-Bundesstaat Texas sieben Menschen getötet und 20 verletzt. Der weiße Täter (Mitte 30) wurde danach auf dem Parkplatz eines großen Kinos in Odessa erschossen.

Der Angriff hatte laut Polizei mit einer normalen Verkehrskontrolle begonnen, bei der der Verdächtige plötzlich das Feuer auf einen Polizisten eröffnete. Danach sei er von Midland nach Odessa gefahren, habe weiter um sich geschossen, sein Auto abgestellt und einen Lieferwagen der Post gekapert. Auch drei Polizisten wurden verletzt.

Wie das Krankenhaus in Odessa mitteilte, war unter den Verletzten auch ein erst 17 Monate alter Bub, dem der Täter ins Gesicht geschossen habe. Es gebe nach bisherigem Erkenntnisstand nur einen Schützen, die Ermittlungen dauerten aber noch an. Das Tatmotiv war auch Stunden nach dem Verbrechen unklar.

Wieder Diskussion um Schusswaffen

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, Justizminister William Barr habe ihn über den Vorfall informiert. Auch die Bundespolizei FBI befasse sich mit dem Fall. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, verurteilte den Zwischenfall als „sinnlosen und feigen Angriff“.

In den USA, wo Waffen in der Regel sehr leicht zu kaufen sind, sterben jedes Jahr tausende Menschen infolge von Schusswaffengebrauch.

Erst Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren Blutbäder angerichtet — insgesamt wurden damals 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Und wieder einmal ist in den USA eine politische Diskussion über strengere Regeln beim Zugang zu Waffen entbrannt.

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