Nach Wochenend-Sperre folgt Verkehrsumlegung

Ab Montag wird in Urfahr auf der A7-Richtungsfahrbahn Knoten Linz gefahren – Asfinag trotz Verzögerung mit Projekt Voestbrücke zufrieden

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LINZ — Seit Jahresbeginn laufen die Arbeiten für die Errichtung von zwei Bypassbrücken links und rechts der Voestbrücke auf der A7 in Linz auf Hochtouren, ohne dass es bisher zu größeren Problemen gekommen ist. Nun steht die zweite Verkehrsumlegung bevor.

Ab Montag, 27. August, wird der gesamte Verkehr auf der Richtungsfahrbahn A1 Knoten Linz rollen. Die seit März befahrene gegenüberliegende Seite der Mühlkreisautobahn (Richtungsfahrbahn Freistadt) wird dann für rund sieben Monate zum Baufeld. Nachdem am Montag viele Lenker erstmals mit der geänderten Verkehrsführung konfrontiert sein werden, rechnet man bei der Asfinag zu Beginn mit Verzögerungen.

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Zuvor kommt es aber noch zu einer Wochenendsperre. „Von morgen, 25. August, 15 Uhr, bis Montag, 5 Uhr, sperren wir die Fahrbahn in Richtung Knoten Linz zwischen den Anschlussstellen Dornach und Urfahr komplett“, sagte am Donnerstag Asfinag-Gruppenleiter Martin Pöcheim. Die empfohlene und beschilderte Umleitung erfolgt in diesem Zeitraum wie beim Linz-Marathon über die Pleschinger Straße, die Steyreggerbrücke und die Anschlussstelle Voest. „Für Ortskundige ist auch ein Ausweichen über die Freistädter Straße und die Anschlussstelle Urfahr möglich, die Voestbrücke ist in dieser Zeit befahrbar“, ergänzte Projektleiter Josef Reischl.

Auch Abfahrt Hafenstraße wird gesperrt

Ebenfalls gesperrt ist zwischen Freitag, 22 Uhr, und Montag, 5 Uhr, die A7-Abfahrt Hafenstraße (Richtung Knoten Linz). Grund: Die Rampe wird laut dem Projektleiter am Wochenende als Fläche für den Transport und das Einheben von großen Stahlbauteilen für die Bypassbrücke westlich der Voestbrücke benötigt.

Verkehrsfreigabe wegen Verzögerung im Juni 2020

Generell zieht die Asfinag eine gute Zwischenbilanz der mit 8. Jänner gestarteten Bauarbeiten. Allerdings gebe es eine zeitliche Verzögerung von etwa zwei Monaten, wodurch die geplante Verkehrsfreigabe für die Bypassbrücken im Juni 2020 geplant ist. Grund für die Verzögerungen sind laut Pöcheim intensive Planungsarbeiten.

Keinen Einfluss auf Planungen oder Bauarbeiten habe der Brückeneinsturz in Genua mit 43 Todesopfern. Allerdings sei erst 2016 der Korrosionsschutz für die Trageseile der Voestbrücke erneuert worden. „Die unpopuläre Sperre der mittlerweile abgerissenen Eisenbahnbrücke aus Sicherheitsgründen war nachträglich gesehen richtig“, so Pöcheim.

hw