Nach zwei Wirbelstürmen beginnen Bauern in Nicaragua bei Null

Aktion „Sei so Frei“ bittet um Spenden für betroffene Projekt-Regionen

Zwei Hurrikans zogen im November in Nicaragua eine Spur der Verwüstung.
Zwei Hurrikans zogen im November in Nicaragua eine Spur der Verwüstung. © Sei so Frei

Einen herben Rückschlag gab es für die von „Sei so Frei“ unterstützten Projekte in der Nord- und Südkaribik. Gleich zwei Hurrikans binnen kurzer Zeit haben zum Jahresende 2020 die Atlantik-Region massiv getroffen und in Nicaragua eine Spur der Verwüstung nach sich gezogen.

Zunächst zog „Eta“ am 2./3. November mit der zweithöchsten Stufe auf der Saffir Simpson Skala unbarmherzig über das Land, am 16. November folgte „Iota“ mit der höchsten Gefahrenstufe.

„,Eta’ war sehr zerstörerisch, aber jetzt hat sich die Situation dramatisch verändert. Hurrikan ,Iota’ hat die selben Gebiete und Gemeinden brutal vernichtet“, schildert Ray Hooker, Leiter der „Sei so Frei“-Partnerorganisation FADCANIC.

So stehen von den 51 Häusern im Dorf Buenos Aires im Bezirk Rosita heute nur noch zwei. 49 Häuser von Familien, die in unserem Projekt tätig sind, wurden völlig verwüstet, berichtet Hooker. Die Bauernfamilien, die gerade nach und nach in praktischen Kursen lernten, wie sich ihre Ernte verbessern lässt, starten wieder bei Null.

80 Prozent der Kakao-Plantagen sind zerstört

Auch die 150 Bauern der Kakao-Kooperative UNCRIS- PROCA in der Gemeinde La Cruz del Rio Grande mussten mit ansehen, wie 80 Prozent der Kakao-Plantagen dem Erdboden gleich gemacht wurden. Das Gebäude der Kooperative in Siawás, das der Trocknung der Bohnen dient, ist total zerstört, das Ausmaß des Schadens noch gar nicht abschätzbar.

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„Noch ist man damit beschäftigt, den Boden wieder aufzubereiten, um neue Pflanzen setzen zu können. Bis diese wieder einen Ertrag abwerfen, wird es aber noch einige Jahre dauern“, schildert Franz Hehenberger, Geschäftsführer von „Sei so Frei“ in Oberösterreich, die lebensbedrohliche Lage.

Schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde auch die Universität URACCAN, die vor 26 Jahren unter Mithilfe von „Sei So Frei“ gegründet wurde. Mehrere Hörsäle, Büros und Wohnhäuser des akademischen Personals und der Studierenden am Campus in Bilwi sind komplett ruiniert. An den neun Uni-Standorten gibt es nicht nur rund 10.000 Studenten, sondern auch viele landwirtschaftliche Ausbildungen für Bauern. Allein der Schaden an der Universität wurde bereits mit 600.0000 Euro beziffert.

„Sei so Frei“, die entwicklungspolitische Organisation der Katholischen Männerbewegung, bittet um Spenden IBAN: AT30 5400 0000 0069 1733 oder unter https://ooe.seisofrei.at/spenden

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