Nahaufnahme eines Kämpfers

Bereichernde Kinodokumentation über Skilegende Aksel Lund Svindal

So kennt man Aksel Lund Svindal. Die Doku „Aksel“ bringt aber auch unbekannte Seiten des Ex-Skirennläufers auf die Kinoleinwand.
So kennt man Aksel Lund Svindal. Die Doku „Aksel“ bringt aber auch unbekannte Seiten des Ex-Skirennläufers auf die Kinoleinwand. © Thomas Flatt

Ein österreichischer Schwimmer meinte einst in einem Interview: „Es gibt einen guten Grund, warum die richtig guten Sportler nicht viel im Kopf haben, weil da ist der Kopf nicht im Weg.“ Tja, Meinungen gibt es viele.

Dass mit Aksel Lund Svindals Kopf alles in Ordnung ist, dafür hat es keinen Beweis gebraucht. Was die Doku „Aksel“ jedoch spannend ans Tageslicht bringt, ist, dass Ehrgeiz und Verbissenheit wunderbar mit Sympathie und reflektiertem Handeln einhergehen können.

Stürze fürs kollektive Skifangedächtnis

Svindal war Profi-Skifahrer, hat 50 Siege bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und im Weltcup eingefahren. Vor zweieinhalb Jahren trat der Sportler von seiner aktiven Karriere zurück. Der Norweger steht aber nicht nur für eine beeindruckende Skikarriere, sondern ist auch vielen als wahres „Stehaufmanderl“, als Kämpfer in Erinnerung.

Seine Karriere lief nicht ohne Verletzungen ab, manche waren verheerend, einige seiner Stürze gingen ins kollektive Gedächtnis der Skisportfans ein. Doch Aksel Lund Svindal kämpfte sich immer zurück, malträtierte seinen Körper, teils ohne Rücksicht auf Verluste. Auf diesem steinigen Weg begleitete ihn das Team von „Field Productions“, nun kommt der dabei entstandene Film, der Svindal bis zum endgültigen Ende seiner Skiprofilaufbahn begleitet, ins Kino.

Dass Fans diese Nahaufnahme eines Ski-Idols begeistern wird, liegt auf der Hand. Neben spektakulären Aufnahmen von der Piste, gibt es wirklich intime Einblicke in das Leben eines Spitzensportlers. Da bekommt man zwar die Luxuswohnung des Norwegers in Österreich zu sehen, aber auch Schmerzen, Krankenhausaufenthalte, Hometrainer-Stunden und schwere Entscheidungen. Dabei geht es nicht nur darum, ob nun an einem Rennen teilgenommen wird oder nicht, sondern auch, welche Auswirkungen das auf den Rest jenes Lebens hat, in dem nicht mehr Sieg oder Niederlage im Mittelpunkt stehen werden. Dass Aksel Lund Svindal von Ehrgeiz getrieben war, wird deutlich, was ihn dazu gebracht hat, auch. Es ist auch für Nicht-Fans bereichernd, wenn ein Sportler dieses Formats, solche Einblicke gewährt.

Von Mariella Moshammer

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