Nahverkehrsmilliarde soll Linzer „Jahrhundertprojekt“ sichern

Oberösterreichische Delegation will sich am Donnerstag von Ministerin Gewessler finanzielle Zusagen für das neue Stadtbahnkonzept holen

Für das im Dezember vorgestellte Stadtbahnkonzept, das die zweite Linzer Schienenachse ersetzen soll, ist am Donnerstag ein wichtiger Tag: Gemeinsam mit LH Thomas Stelzer werden die beiden Landesräte Markus Achleitner und Günther Steinkellner bei Infrastrukturministerin Leonore Gewessler vorstellig, um sich ein möglichst großes Stück von der angekündigten Nahverkehrsmilliarde zu sichern.

Achleitner glaubt auch, gute Argumente für das oberösterreichische Begehr zu haben. Nicht nur weil das Land ohnehin Nettozahler sei, sondern auch die Sicherung des Wirtschaftsraums Linz eng mit dem längst überfälligen Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes verbunden ist.

Konkrete Finanzierungswünsche wollte man noch nicht offenlegen, der Linzer Bürgermeister Klaus Luger verwies aber auf Öffi-Projekte in der Bundeshauptstadt, an denen sich der Bund mit 80 Prozent beteiligt hat. „Mit der Unterstützung des Stadtbahnkonzeptes für Linz kann der Bund nun ganz klar unter Beweis stellen, dass ihm auch Nahverkehrsprojekte außerhalb von Wien ein Anliegen sind“, sagte Achleitner.

Steinkellner beziffert am Mittwoch die Kosten des „Jahrhundertprojektes“ mit rund einer Milliarde Euro. Wie berichtet, sieht das neue Konzept vor, anstelle der geplanten zweiten Schienenachse, zwei neue Stadtbahnen sowie eine neue O-BusLinie zu errichten. Zum einen soll die Mühlkreisbahn als S6 vom Mühlreisbahnhof über den geplanten Umsteigeknoten beim Gasthof Lindbauer und weiter über die die neue Eisenbahnbrücke bis zum Bahnhof geführt werden. Die S7 ist vom Hauptbahnhof über die neue Eisenbahnbrücke bis zur JKU und in weiterer Folge bis nach Gallneukirchen und Pregarten geplant. Während die S-Bahnen in erster Linie für Pendler gedacht sind, sollen Linzer vom verstärkten Einsatz einer neuen O-Bus-linie profitieren.

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