Neil Young & Crazy Horse: Barn (Warner)

Das neue Album „Barn“ von Neil Young & Crazy Horse ist ein rundum stimmiges Spätwerk, dass viele Facetten der Zusammenarbeit dieser Musiker abdeckt. Young überzeugt vollends mit dem Songwriting, es gibt keine Füller — die Palette reicht von berührend bis bissig. Im Opener „Song Of The Seasons“ wehen Akkordeon-Klänge wie ein sanfter Wind durch das Stück, begleitet von akustischen Gitarren und Youngs Mundharmonika und seinem zärtlich-fragilen Gesang. Schon werden die E-Gitarren ausgepackt: „Heading West“ kracht im typischen Crazy-Horse-Sound. Young blickt auf seine Kindheit und die „Good Old Days“ zurück. Der Blues darf auch nicht fehlen: Die Mundharmonika leitet „Chance Ain’t Never Gonna“ ein. Nils Lofgren hämmert ins Piano, Ralph Molinas Schlagzeug scheppert, Young widmet sich einmal mehr dem Umweltthema. Mit „Canerica“ zieht ein Sturm auf, die E-Gitarren wüten, während Molina stoisch den Takt klopft. Insgesamt bietet „Barn“ zehn neue Songs, diesen Sommer live aufgenommen in einem restaurierten Stadl in den Rocky Mountains. Die Atmosphäre der Session bei Vollmond fängt „They Might Be Lost“ ein. Im Höhepunkt des Albums, dem langsamen Blues „Welcome Back“, kann man sich wunderbar verlieren: Über acht Minuten und 30 Sekunden mäandern die E-Gitarren, mal zart, mal kräftig, immer großartig stimmig.

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