Neubau von eingestürzter Brücke in Genua im Endspurt

Während Italien weiterhin gegen die Coronavirus-Epidemie kämpft, ist der Wiederaufbau der eingestürzten Autobahnbrücke in Genua in den Endspurt getreten.

Der letzte Teil der neuen Brücke soll bis Dienstag montiert werden. Danach steht die Struktur des neuen Viadukts, das die am 18. August 2018 eingestürzte Morandi-Brücke ersetzt. Beim Einsturz waren 43 Menschen ums Leben gekommen.

Nach der Fertigstellung der Brücke werden die Sirenen der Baustelle die Stadt darüber informieren. Die Sirenen der Schiffe im Hafen von Genua werden daraufhin die neue Brücke symbolisch feiern.

„Wer vor den Schwierigkeiten nicht aufgibt, gewinnt am Schluss. Genua wird bald seine Brücke haben, wie wir es versprochen haben“, sagte der Präsident der Region Ligurien, Giovanni Toti. Die von dem Genueser Stararchitekten Renzo Piano entworfene Brücke sei ein Symbol für den Neubeginn Italiens. Die Frist für die Vollendung des Werks sei eingehalten worden.

Inzwischen wurde eine Unterschriftensammlung gestartet, um die neue Brücke nach dem legendären Geiger und gebürtigen Genueser Niccolo Paganini (1782-1840) zu benennen.

„Die neue Brücke soll eine Hommage an einen der größten Genueser aller Zeiten sein. Paganini war einer der ersten wirklich europäischen Künstler“, so der „Verband der Freunde Paganinis“, der die Unterschriftensammlung gestartet hat.

Das 40 Meter hohe und fast 1.200 Meter lange Polcevera-Viadukt, das auch Morandi-Brücke genannt wurde, war am 14. August 2018 auf einem etwa 200 Meter langen Abschnitt eingestürzt.

Das Bauwerk war Teil der Autobahn 10, die als „Autostrada dei Fiori“ bekannt ist und eine wichtige Urlaubsverbindungsstraße nach Südfrankreich, in den Piemont und die Lombardei darstellt.

Wie ist Ihre Meinung?