Neue Förderung für Kurzzeitpflege

Ab 1. Jänner kann bis zu 30 Euro pro Kurzzeitpflegetag beantragt werden

„Die Kurzzeitpflege dient zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.
„Die Kurzzeitpflege dient zur Unterstützung und Entlastung von pflegenden Angehörigen“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. © OÖVP

Kurzzeitpflege wurde eingerichtet, um die häusliche Betreuung und Pflege längerfristig zu sichern und die pflegenden Angehörigen zu unterstützen.

Darunter versteht man den vorübergehenden, zeitlich bis zu drei Monate befristeten, Aufenthalt in einem Alten- und Pflegeheim.

Eine Kurzzeitpflege kann beispielsweise notwendig werden, wenn eine Überbrückung zwischen einem Spitalsaufenthalt und der Wiederaufnahme der eigenständigen Haushaltsführung erforderlich ist oder wenn pflegende Angehörige auf Urlaub fahren möchten und keine anderen Pflegepersonen im Haushalt sind.

Die Inanspruchnahme eines Kurzzeitpflegeplatzes ist unabhängig von einer Pflegegeldeinstufung. Die Kosten für die Kurzzeitpflege sind selbst zu tragen. Ab 1. Jänner kann nun erstmal ein Zuschuss des Landes in der Höhe von bis zu 30 Euro pro Kurzzeitpflegetag beantragt werden.

Ein entsprechender Antrag wird heute in der Landesregierung verabschiedet. „Mit dem Zuschuss seitens des Landes Oberösterreich wollen wir die Pflege zu Hause weiter entlasten“, betonen Landeshauptmann Thomas Stelzer und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer.

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In fast jedem der 135 Alten- und Pflegeheime gibt es auch das Angebot der Kurzzeitpflege – je nach Heimgröße 1 bis 10 Plätze. Auskünfte über freie Plätze sowie anfallende Kosten erteilt die Heimleitung im jeweiligen Alten- und Pflegeheim. Es wird eine zeitgerechte Terminabsprache empfohlen.

Die Kosten sind je nach Alten- und Pflegeheim unterschiedlich hoch und liegen in der Regel zwischen 70 und 90 Euro pro Tag zuzüglich Pflegegeldzuschlag. Anspruchsberechtigt für den neuen Zuschuss sind Personen in Lebensgemeinschaften, deren Haushaltseinkommen 2240 Euro nicht übersteigt.

Alleinstehende dürfen nicht mehr als 1765,56 Euro Einkommen/Pension haben. Der Zuschuss wird für höchstens 21 Kurzzeitpflegetage pro Kalenderjahr gewährt. Grundsätzlich positiv wird die Maßnahme von der FPÖ aufgenommen: „Getrübt wird es durch den Bundesländervergleich. Während in Kärnten alle Kosten vom Land übernommen werden, fördert man in Oberösterreich jeden Tag mit maximal 30 Euro“, so Klubobmann Herwig Mahr.

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